Valdai-Konferenz: Putin im O-Ton über die russische Politik gegenüber den ehemaligen Sowjetrepubliken | Anti-Spiegel

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26-10-20 09:08:00,

Bei der Valdai-Konferenz am Donnerstag wurde Putin zu den Zielen der russischen Politik im postsowjetischen Raum befragt, wo es derzeit überall brodelt. Putins Antwort war lang und sehr interessant. Vor allem, weil ihm gerne unterstellt wird, er wolle die Sowjetunion wieder errichten, habe ich sie übersetzt.

Entlang der russischen Grenzen brodelt es. In Ukraine und im Kaukasus ist Krieg, in Weißrussland gibt es Proteste, in Kirgisistan hat es nach den Wahlen ebenfalls massive Unruhen gegeben. Und auch im kleinen Moldawien stehen in diesen Tagen Wahlen an und es gibt Anzeichen, dass auch dort eine Farbrevolution vorbereitet wird.

All das betrifft Russland direkt, denn in Russland leben und arbeiten Millionen Menschen aus diesen ehemaligen Sowjetrepubliken, weshalb Russland zu all diesen Ländern eine besondere Beziehung hat. Daher wurde Putin von einem Politologen nach den Zielen der russischen Außenpolitik in diesen Republiken gefragt und ich habe die Frage und Putins Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Frage: Ich denke, wir alle werden uns an 2020, auch wenn es noch nicht vorbei ist, mehr als zwei Monate liegen noch vor uns, als ein Jahr dramatischer und unvorhersehbarer Ereignisse erinnern. Es ist kein Zufall, dass man inzwischen den Witz hört, dass, wenn Ende des Jahres hier Außerirdische landen, niemand überrascht sein wird.

Aber bei meiner Frage geht es nicht um Aliens, sondern um die Ereignisse entlang unserer Grenzen. Vielen Dank, Sie haben gerade sehr ausführlich und meiner Meinung nach sehr interessant – für mich als Experte war es sehr interessant – zum Themen des Südkaukasus geantwortet.

Aber insgesamt spielen sich solche dramatischen Ereignisse entlang aller unserer Grenze ab. Nehmen wir die Ereignisse in Kirgisistan. Es gab da immer alle möglichen Unruhen rund um Wahlen, aber in diesem Jahr war es ein besonders hartes Szenario. Wir sehen, dass die Situation in Weißrussland nicht einfach ist. Das Problem des Donbass besteht weiterhin. Ich verstehe, dass Sie es vielleicht leid sind, darüber zu sprechen. Wir kennen Ihre feste und konsequente Position in dieser Frage.

Aber ich habe eine allgemeine Frage: Wie sehen Sie unsere grundlegenden Ziele der Politik im postsowjetischen Raum heute, wenn man bedenkt, dass dies natürlich direkt sowohl unsere Sicherheit als auch unsere humanitären Beziehungen betrifft? Sie haben heute mehr als einmal betont, dass diese Menschen für uns keine Fremden sind,

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