Natürlich berichtet der Spiegel nicht: Putin macht erneuten Abrüstungsvorschlag | Anti-Spiegel

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27-10-20 11:16:00,

Putin hat erneut einen Vorschlag zur Rüstungskontrolle gemacht, über den die deutschen „Qualitätsmedien“ nicht berichtet haben. Dabei ist er gerade im Interesse der europäischen Länder, also auch Deutschlands.

Die USA haben letztes Jahr den INF-Vertrag gekündigt, der landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen verboten hat. Dieser Vertrag, der nach dem Nato-Doppelbeschluss zu Stande gekommen war, war für die Sicherheit in Europa der wichtigste Vertrag überhaupt. Das Problem ist, dass die Vorwarnzeit bei solchen Raketen nur wenige Minuten beträgt, bevor sie ihr Ziel erreichen. Es bleibt damit keine Zeit, in Ruhe zu analysieren und ein falscher Alarm kann daher zum Atomkrieg aus Versehen führen.

Putin hat nun seinen Vorschlag vom letzten Jahr erneuert, dass Russland auf die Stationierung solcher Waffen in Europa verzichtet, wenn die USA das gleiche tun. Außerdem hat er gegenseitige Inspektionen vorgeschlagen, denn Russland macht sich Sorgen um die sogenannte Raketenabwehr, die die USA in Rumänien installiert haben und in Polen aufbauen. Dabei kommen Abschussrampen vom Typ MK41 zum Einsatz, die sowohl Abwehrraketen, als auch atomare Lenkwaffen abfeuern können. Russland weiß also, wenn von dort eine Rakete startet, nicht, ob es eine Abwehrrakete oder ein atomarer Angriff ist. Das kann zu fatalen Fehlern führen.

Die Nato hingegen macht sich Sorgen um russische Raketen in Kaliningrad, weshalb Putins Vorschlag hier eine Neuerung enthält, die auch die USA interessieren müsste, wenn ihre Sorgen nicht nur ein vorgeschobener Grund für die Kündigung des INF-Vertrages gewesen sind.

Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt, der über Putins Vorschlag berichtet hat.

Da das Thema nicht jedem geläufig ist, habe ich hier einige Hintergrundinformationen hinterlegt. Zur US-Raketenabwehr und der MK41 finden Sie hier mehr Informationen, eine Zusammenstellung der Abrüstungsverträge, die es mal gab und die die USA gekündigt haben, finden Sie hier und hier finden Sie Informationen über den Open-Skies-Vertrag. All diese Verträge werden in dem russischen Beitrag erwähnt, daher habe ich diese Informationen zum Nachlesen verlinkt.

Beginn der Übersetzung:

Russland schlägt den NATO-Ländern vor, die Zukunft der Sicherheitsarchitektur auf Paritätsbasis festzulegen. Das geht aus der Erklärung Wladimir Putins hervor, die er heute veröffentlicht hat. Der Inhalt ist einfach. Nachdem der Vertrag über Kurz- und Mittelstreckenraketen wegen der Kündigung durch die Vereinigten Staaten aufgehört hat zu existieren, stationiert unser Land keine Raketen auf europäischem Territorium,

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