„The Great Reset“ | Von Dirk Pohlmann | KenFM.de

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27-10-20 05:29:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Jedes Jahr treffen sich im Schweizer Ferienort Davos die mächtigsten Herren – und vereinzelt auch Herrinnen- der Welt. Das Wort Davos ist zum Synonym für das World Economic Forum geworden. Das Weltwirtschaftsforum, das ist die Übersetzung des englischen Begriffs, hat einen irreführenden Namen. Was ist der Unterschied zwischen dem Bundesnachrichtendienst und dem Weltwirtschaftsforum? Es gibt keinen. Weil: Das Weltwirtschaftsforum beschäftigt sich genausoviel mit Wirtschaft, wie sich der Bundesnachrichtendienst mit Nachrichten beschäftigt.

In eigenen, saftigen Worten definiert, definiert das World Economic Forum seine Aufgabe so: „Das Weltwirtschaftsforum bietet den 1000 weltweit führenden Unternehmen eine Bühne, um eine bessere Welt zu schaffen. Als eine Mitgliederorganisation führt das Forum Firmen zu Projekten und Initiativen zusammen – online und offline – und ermöglicht es ihnen, sich mit branchenspezifischen, regionalen und systemischen Themenfeldern zu beschäftigen.“

Das Weltwirtschaftsforum ist kein Country Club, sondern gleichzeitig Think Tank und Zentralkommittee der kaptitalistischen Internationale. Der Parteitag der globalen Oligarchen mit dem Willen zur Macht. Im letzten Jahr haben sich zu den Weltenlenkern in Davos 119 Milliardäre mit zusammen 500 Milliarden USD Kapital gesellt. Die Weltelite aus erstens Wirtschaft, zweitens Wirtschaft, drittens Wirtschaft und viertens Politik trifft sich dort nicht, um nur Geschäfte zu besprechen. Man ist deutlich selbstbewusster. „Das Weltwirtschaftsforum formt Geschichte“, sagt sein heute 81 jähriger Gründer, Geschäftsführer und Zeremonienmeister Klaus Schwab.

Das World Economic Forum wird die Zukunft festgelegt, man ist den herrschenden Verhältnissen planerisch immer einen Schritt voraus. Das heißt zum Beispiel: In Davos ist die Globalisierung Schnee von gestern, genauso wie der Neoliberalismus. Das neue Ziel ist die totale Machtübernahme, der „Große Reset“. Man ist very international und transhumanistisch und wird Rassismus, Klimawandel und alle anderen globalen Probleme bekämpfen. Systemisch, global, durch den Einsatz von Governance und mit künstlicher Intelligenz.

Die Elite, die sich in Davos versammelt, versteht sich als Avantgarde einer neuen Weltordnung. Als Francis Fukuyama 1989 nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums das Ende der Geschichte verkündete, weil ab sofort liberale Demokratie und Kapitalimus als Herrschaftsform alternativlos wären, griff er zu kurz.

Das Herrschaftssystem der westlichen Welt hat seitdem mehrere Metamorphosen durchlaufen,

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