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28-10-20 11:06:00,

Gerät kurz vor den US-Wahlen unter Druck: Präsidentschaftskandidat Joe Biden.

Rafael Lutz / 28. Okt 2020 –

Twitter und Facebook zensieren Berichte über Joe Biden. Das Beispiel markiert nur die Spitze des Eisbergs.

Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google können bestimmen, was gelesen wird und was nicht. Insbesondere für viele jüngere Menschen dienen die Tech-Giganten als wichtigste Informationsquelle. Wie einflussreich diese Firmen sind, sieht man bei politisch relevanten Themen. Sichtbar wird dies gerade in Krisenzeiten wie heute.

Jüngstes Beispiel ist der US-Präsidentschaftswahlkampf. Am 14. Oktober veröffentlichte die «New York Post» vertrauliche E-Mails, die Hunter und Joe Biden belasten. Hunter ist der Sohn des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. 2014 und 2015 soll er die Position seines Vaters zugunsten des ukrainischen Energieunternehmens Burisma ausgenutzt haben. Hunter Biden sass zu dieser Zeit im Verwaltungsrat des Energieunternehmens, das ihm monatlich 50’000 Dollar zahlte, währenddem sein Vater Joe Biden US-Vizepräsident war.

Die E-Mails zeigen wie Vadym Pozharskyi, Vorstandsmitglied der Firma, Hunter Biden dazu bewegen wollte, seine politische Macht einzusetzen, um das Unternehmen vor einer möglichen Strafverfolgung zu schützen. Die Firma war wegen Korruptionsvorwürfen ins Visier der Behörden geraten. In den E-Mails ist die Rede von einem Treffen zwischen Vadym Pozharskyi, einem Vorstandsmitglied des Energieunternehmens, mit Joe Biden, dem damaligen Vize-Präsidenten und Verantwortlichen für die Ukraine-Politik. Eingefädelt haben soll es Hunter Biden.

Nichts Neues

Diese Geschichte wurde als «Blockbuster»-Schlagzeile angekündigt, obwohl sie bereits länger bekannt war: Spätestens nachdem Donald Trump im Juli 2019 den ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski aufforderte, Ermittlungen gegen Hunter Biden aufzunehmen, was dem US-Präsidenten später den Vorwurf des Amtsmissbrauchs und ein Impeachmentverfahren im Kongress einbrachte.

Joe Biden wird vorgeworfen, 2016 die ukrainische Regierung gedrängt zu haben, Generalstaatsanwalt Viktor Schokin abzusetzen, da dieser die Korruption nicht bekämpft habe. Fakt ist aber auch, dass Schokin zu dem Zeitpunkt gegen das Energieunternehmen Burisma ermittelte. Joe Biden selbst gab zu, Schockins Rücktritt veranlasst zu haben. Zuvor hatte der damalige US-Vizepräsident gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko klargemacht, dass ansonsten die Kredite des Internationalen Währungsfonds für die Ukraine möglicherweise nicht mehr gezahlt werden könnten.

Facebook und Twitter zensieren kritische Artikel zu Biden

Der kritische Artikel über Joe und Hunter Biden schlug hohe Wellen und löste bemerkenswerte Reaktionen aus.

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