Corona-Maßnahmen in Russland: Kein Lockdown, dafür bezahlt der Staat Hypothekenraten von Familien | Anti-Spiegel

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29-10-20 06:57:00,

Da in Deutschland der Lockdown, der nicht Lockdown heißen darf, beschlossene Sache ist, will ich hier über die Situation in Russland und über einige der Maßnahmen der russischen Regierung berichten.

Aus eigenem Erleben kann ich sagen, dass in Russland im ÖPNV wieder Maskenpflicht gilt. Es wurde auch empfohlen, Bars und Restaurants von 23 bis 6 Uhr zu schließen. Da Russland aber – wie Deutschland auch – ein Bundesstaat ist, kann jede Region (davon gibt es Russland über 80) selbst entscheiden, welche Maßnahmen sie umsetzt. So hat Petersburg das Nachtleben der Empfehlung gemäß wieder eingefroren, während zum Beispiel in Moskau das Nachtleben weitergeht und Besucher einen QR-Code scannen müssen. Sollte sich unter Besuchern ein Infizierter finden, müssen alle anderen Besucher einen Test machen.

Einen Lockdown hat Putin für Russland heute erneut ausgeschlossen. Bei einer Investorenkonferenz sagte auf eine entsprechende Frage:

„Wir verstehen ganz klar, was zu tun ist und planen daher keine totalen restriktiven Maßnahmen, einen sogenannten landesweiten Lockdown, anzuordnen, bei dem die Wirtschaft vollständig stillgelegt wird.“

Ich konnte den Auftritt Putins nicht live verfolgen und werde mir die Aufzeichnung wohl erst am Wochenende anschauen. Wenn es interessante Passagen gibt, werde ich die übersetzen. Daher zitiere ich aus dem Bericht des russischen Fernsehens, was Putin weiter gesagt hat:

„Der Präsident des Landes stellte fest, dass „die absolute Priorität darin besteht, das Leben und die Gesundheit der russischen Bürger und unserer Familien zu schützen.“ Daher hat die Regierung der Bevölkerung, der Wirtschaft und den Medizinern geholfen und wird ihnen weiterhin helfen. Während der Epidemie wurde ein „Paket von Antikrisenmaßnahmen zur Erhaltung von Arbeitsplätzen und den Einkommen der Bürger, zur Stimulierung neuer Produktionsketten“ gebildet. Das Staatsoberhaupt stellte fest, dass „der Gesamtbetrag der Bundesmittel dieser Unterstützung in diesem Jahr etwa 4,5 Prozent des BIP beträgt. Wir wissen, dass diese Zahl in einigen Ländern größer ist.“
Aber die Entscheidungen, die in Russland getroffen wurden, waren effektiver als in den großen Volkswirtschaften: „Die Rezession fällt kleiner aus, sie kennen die Zahlen, als in vielen anderen Ländern der Welt“, betonte der russische Präsident.“

Tatsächlich hat Russland eine Menge getan. Mediziner, die mit Covid-Patienten arbeiten, bekommen monatliche Sonderzahlungen von bis zu 1.000 Euro. Firmen, die während der Epidemie keine Mitarbeiter entlassen haben, bekommen verschiedene Hilfen und Zuschüsse, um die Löhne zu bezahlen und tatsächlich ist der prognostizierte Rückgang der russischen Wirtschaft in diesem Jahr deutlich geringer,

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