Das Gift und wir – wie der Tod über die Äcker kam und wie wir das Leben zurückbringen können

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29-10-20 01:33:00,

Synthetische Pestizide werden heute im globalen Maßstab in die freie Natur ausgebracht, und Rückstände finden sich nahezu auch überall da, wo sie nicht hingehören und nicht hingelangen sollen. Diese Gifte werden entwickelt und verwendet, um lebende Organismen zu zerstören. Wie konnte es dazu kommen, dass immer mehr Bauern abhängig wurden von diesen Ackergiften? Und was bedeutet das für die Gegenwart und Zukunft? Es ist höchste Zeit, das Gift von den Äckern zu verbannen und wieder mit der Natur und dem Leben zusammenzuarbeiten, meint Mathias Forster, Herausgeber des Buches „Das Gift und wir“, in dem aufgezeigt wird, wie die synthetischen Pestizide zur Bedrohung wurden und wie es ohne sie weitergehen kann und muss.

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Die schädlichen Wirkungen der synthetischen Pestizide auf lebendige Organismen, angefangen beim Menschen, über die Tiere, Pflanzen und Böden bis hin zu den Gewässern und dem ganzen Ökosystem Erde, zeigen sich immer deutlicher. Es ist daher an der Zeit, dass wir uns als Individuen und als Gesellschaft ernsthaft fragen, ob eine Landwirtschaft, die das Leben vergiftet, zukunftsfähig ist, und ob wir uns ein auf Giftstoffe aufgebautes Ernährungssystem weiterhin leisten können und wollen. Der kürzlich getroffene Entscheid zur EU-Agrarpolitik der nächsten Jahre zeigt, dass diese Probleme in den wirtschaftlich-politischen Zusammenhängen bisher viel zu wenig angekommen sind und viel zu wenig ernst genommen werden. Immer noch 80 Prozent der zu verteilenden Milliarden werden nach Flächenbesitz an die Bauern vergeben – unabhängig davon, ob sie die Böden und das Grundwasser vergiften und die Biodiversität dezimieren, sondern einfach so, weil man Flächen besitzt und bewirtschaftet. Man finanziert so also mit Milliarden und Abermilliarden an Euro eine Landwirtschaftspraxis, die nachweislich unsere Lebensgrundlagen schädigt und zerstört. Ebenso die Folgekosten für die Trinkwasserreinigung und Gesundheitsschäden, die durch kontaminierte Lebensmittel entstehen, und vieles mehr. Nota bene alles mit unseren Steuergeldern! Und dann wird uns das alles noch als Erfolg und Fortschritt verkauft. Das ist wirklich ungeheuerlich.

Dies umso mehr, als Bäuerinnen und Bauern seit hundert Jahren erfolgreich zeigen, dass auch ohne synthetische Pestizide und mineralischen Dünger gute Ernteerträge erzielt und qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert werden können. Und hier liegt auch noch ein großes Forschungspotenzial im Hinblick auf höhere Ernteerträge. Längst kommen zahlreiche Studien zu dem Ergebnis,

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