Corona-Warn-App: Mehr als nur Virus-Tracken

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30-10-20 08:33:00,

Bild: Pixabay-License

  1. Corona-Warn-App: Mehr als nur Virus-Tracken

  2. Zentralisierung, Dezentralisierung: Noch mehr Orcas?


  3. Auf einer Seite lesen

Wirtschaftliche Interessen und fragwürdige Aspekte beim Datenschutz. Eine Einschätzung

Mit großem Aha und Applaus wurde die Corona-Warn-App (CWA) am 16.7.2020 in Deutschland eingeführt und entgegen den ursprünglichen und erklärten Hoffnungen und Prophezeiungen, hat die Einführung der Applikation nicht dazu geführt, dass die alte “Normalität” wiederhergestellt wird. Social Distancing und Lockdown-Szenarien bleiben bis auf weiteres und möglicherweise für eine sehr lange Zeit integraler Bestandteil unseres Lebens.

Trotz der relativ niedrigen Akzeptanz der App, knapp 19,8 Millionen Downloads letzte Woche (SZ) – und dies ist nicht gleichbedeutend mit der Nutzung -, und der relativ mageren Anzahl der gemeldeten Infektionen ist, trotz der Kritik (“zahnloser Tiger”, Söder) bleibt sie weiter beliebt in Kommentaren und politisch wichtig. Gerade geht es um die europaweite Interoperabiltät.

Es ist offensichtlich, dass die deutsche wie auch andere europäische Regierungen beabsichtigen, an der App festzuhalten, egal wie effektiv sie zur Pandemie-Bekämpfung wirklich beiträgt, und es ist auch nicht auszuschließen, dass Regierungen langfristig eine Nutzung der App effektiv erzwingen könnten, so dass sie für Teile der Bevölkerung zur Pflicht wird.

Da die Corona-App uns für eine lange Zeit begleiten wird, lohnt es sich, ihre Notwendigkeit, Verlässlichkeit und Sicherheit (z.B. vor staatlicher Überwachung) noch einmal zu begutachten. Obwohl es klare Hinweise darauf gab, dass die App nicht so effektiv zur Pandemie-Bekämpfung beiträgt wie versprochen, und die Einführung der App mit den Interessen einiger digitaler Großkonzerne verwoben ist, obwohl Zweifel geäußert wurden, ob sie trotz ihrer “dezentralen” Architektur gegen den Missbrauch durch private oder staatliche Akteure abgesichert ist, gab es zur Einführung der App “den Ritterschlag” vom Chaos Computer Club, wie es das ZDF formulierte. Zwar keine Empfehlung, aber ein Lob.

Unklare medizinische Grundlagen

Anfang Mai 2020, während der ganzen Diskussion um die CWA, erschien eine medizinisch-statistische Studie der Universität Oxford im renommierten Fachmagazin Science, die zwar im Titel scheinbar die Nutzung einer solchen App begünstigt, sich aber im Inhalt (siehe Abschnitt “Discussion”) etwas differenzierter über die Effektivität der App äußert:

Eine Übertragung, die, wie wir festgestellt haben,

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