Das Mitläufer-Sydrom

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03-11-20 01:37:00,

Was mich und viele andere mehr noch als die Einführung des permanenten Ausnahmezustands und die feindliche Machtübernahme durch das Personal global agierender Institutionen schockiert, sind die Mitmenschen, die diese dramatischen Veränderungen ihres Alltags nahezu klaglos hinnehmen. Sie akzeptieren nie dagewesene Eingriffe in ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Bewegungsfreiheit, ihre Familien. Sie lassen zu, dass Schutzbefohlene, Alte und Kinder, gequält werden; schweigend dulden sie die drastische Veränderung ihres Arbeitslebens ebenso wie die wüste Beschneidung ihrer Vergnügen und Erholungsmöglichkeiten. Brav gehorchen sie all diesen Gängelungen, und mehr noch: Oft genug verteidigen sie diese „Maßnahmen“ aggressiv gegen Mitmenschen, die sich das nicht gefallen lassen wollen.

Handeln sie so aus Angst? Wenn ja, wovor? Immer wieder meint man, den Gehorsamen mit schlichter Aufklärung die Unterwerfung ausreden zu können: Diese und diese Zahlen müssen sie doch endgültig von der Ungefährlichkeit der Lage und der Sinnlosigkeit der „Maßnahmen“ überzeugen! Wenn bereits bei 50 positiv Getesteten von 100.000 eine Region zum Risikogebiet erklärt wird — womit drastische Einschränkungen des Grundrechts auf Freiheit der Person und elementarer EU-Rechte einhergehen —, und man darauf aufmerksam macht, dass diese 50 „Positiven“ nur popelige 0,05 Prozent der Bezugsgröße betragen, die meisten von ihnen nicht mal Krankheitssymptome haben und dass das alles überhaupt nichts mit dem einzig soliden Maß für die Gefährlichkeit einer Krankheit, nämlich ihrer Tödlichkeit, zu tun hat, dann — ja, dann hat man wider Erwarten nichts, aber auch gar nichts erreicht.

Sprachlos erlebt man zum x-ten Mal die völlige Wirkungslosigkeit faktischer beziehungsweise logischer Argumente bei denen, die treu der Regierungslinie und den Mainstream-Medien folgen. Diese Mehrheit, zu der auch weite Teile der ehemals regierungskritischen „Zivilgesellschaft“ gehören, diskutiert nicht über Zahlen und Statistiken, über Nachweise, Belege, Theorien, Argumente, nein: Ihre Mitglieder weigern sich, sie zur Kenntnis zu nehmen. Sie lehnen es ab, die Fachleute und Journalisten, die diese Argumente vorbringen, auch nur anzuhören. Stattdessen beleidigen sie Kritiker der Maßnahmen, ob nun Freunde oder ausgewiesene Experten, mit denselben Beschimpfungen und Diffamierungen, die sie in den Medien wieder und wieder gehört haben, und damit beenden sie das Gespräch, wenn nicht den Kontakt.

Diese Menschen erwarten auch von den Regierenden keinerlei Konsistenz: Von einer Regierungschefin, die erst „A“ als Begründung für massive Freiheitseinschränkungen angibt und — sobald „A“ entfallen ist — „B“ als völlig andere Begründung für die Fortsetzung derselben Einschränkungen ins Feld führt, hätte sich doch jeder denkende Menschen bereits ziemlich am Anfang der „Corona-Krise“ beleidigt fühlen müssen.

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