US-Wahl: Das erwartete Chaos | Anti-Spiegel

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04-11-20 05:49:00,

Die letzten 24 Stunden waren ein Wechselbad der Gefühle, unabhängig davon, für welchen Präsidentschaftskandidaten man ist. Ich habe bis morgens 9.00 im Livestream von NuoViso mitgemacht und die überraschende Nacht hautnah miterlebt.

Als die Auszählungen begannen, wurde aus großen Staaten wie Florida oder Texas noch ein Vorsprung für Biden gemeldet. Im Laufe der Nacht wendete sich das Blatt. Immer mehr Staaten zeigten eine Mehrheit für Trump. Und nun, Stunden später, ist wieder alles anders. Wie erwartet dürfte es jetzt zu der wahren Schlammschlacht kommen, wenn es um die Auszählung der Briefwahlstimmen und um die Frage, welche Stimmen noch gewertet werden dürfen, geht. Wahlnacht: Das Wechselbad der Gefühle

Im russischen Fernsehen begann der Moderator die Wahlsendung sinngemäß mit folgenden Worten: „Willkommen zur US-Wahl. Obwohl, es ist nicht eine Wahl, sondern es sind 52 Wahlen, denn in den USA hat jeder Staat seine eigenen Wahlgesetze und wer in einem Staat die Mehrheit holt, bekommt in fast allen Staaten nach der Regel „The Winner takes them all“ alle Wahlmännerstimmen, die dann den Präsidenten wählen.“

Das ist ein meinen Augen eine kurze, aber sehr gute Zusammenfassung des US-Wahlsystems. Daher ist auch das landesweite Wahlergebnis in den USA unwichtig, wichtig sind die Ergebnisse in den Bundesstaaten. Es gibt Staaten, die traditionell immer die gleiche Partei wählen und es gibt die Swingstates, in denen die Mehrheiten jedes Mal wechseln können.

Daher war es in unserer 12-stündigen Wahlsendung bei NuoViso auch das Dauerthema, die Ergebnisse und Prognosen in einigen wenigen Staaten genau zu verfolgen. Die wichtigsten waren Swingstates, die viele Wahlleute zur Präsidentenwahl schicken. Das waren in erster Linie Florida, Texas und Pennsylvania.

In Florida und Texas lief ziemlich genau das gleiche ab: Zu Beginn der Auszahlung führte Biden und im Lauf des Abends gewann Trump die Staaten. In Pennsylvania führte Trump ebenfalls, am Ende mit ca. 700.000 Stimmen oder 12 Prozent. Da Trump auch in fast allen Staaten des Ostens der USA in Führung lag, hat das russische Fernsehen gegen morgen in einer Beispielrechnung gezeigt, dass Trump, sollten sich diese Ergebnisse bestätigen, ca. 300 Wahlleute gewinnen würde. Zum Sieg genügen 270.

Daher gingen wir alle in der NuoViso-Sendung (und auch das russische Fernsehen) von einem deutlichen Sieg für Trump aus, selbst wenn der eine oder andere Staat noch „umkippen“ würde. Die Wahlnacht in den Medien

In den westlichen Medien sahen wir gleichzeitig ein ganz anderes Bild.

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