Der Kriegsersatz

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05-11-20 11:37:00,

Ohne die Verbreitung von Atomwaffen wäre der aktuelle Coronafeldzug weder möglich noch nötig gewesen. Dass er stattfindet, ist ein zivilisatorischer Fortschritt. Das klingt etwas verrückt? Kann sein. Aber wenn man in verrückten Zeiten die Welt verstehen will, sollte man auch Gedankengänge prüfen, die zunächst verrückt erscheinen mögen. Womöglich stellt sich heraus, dass die Dinge letztlich doch mit einem soliden alten vulgärmarxistischen Weltbild erklärbar sind.

Wir leben in einer Zeit, in der das Prinzip des Kapitalismus die Welt bis nahezu in den letzten Winkel beherrscht, und bis in die privatesten und intimsten Regungen der Menschen. Das setze ich hier als gegeben voraus und verzichte auf Nachweise — wer diese Prämisse nicht teilen mag, wird auch am Folgenden keine Freude haben.

Das Prinzip des Kapitalismus ist die Profitmacherei. Anders ausgedrückt: Kapital, in der Form von Geld und geldwerten Besitztümern, muss laufend in einer Weise verwertet werden, die zur Vermehrung ebendieses Kapitals führt. Das ist das Prinzip, dem sich alles unterzuordnen hat, koste es, was es wolle, auch gelegentlich das Leben von Millionen von Menschen. Deren Elend und Tod sind seitens des Kapitals gar nicht böse gemeint, sondern eben einfach gerade für die Kapitalverwertung notwendig, oder auch nur ein Kollateralschaden, der nicht so wichtig ist.

Die Verwertung des Kapitals erfolgt in der organisierten Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die nicht wegen ihres Nutzens produziert werden, sondern wegen ihrer Profitabilität; hierzu kauft das Kapital Arbeitskraft an. Der Profit, so haben wir von Karl Marx und Friedrich Engels gelernt, beruht auf der Tatsache, dass die Arbeitskraft wie alle Waren im Durchschnitt zu ihrem Herstellungspreis bezahlt wird — also nach der Menge der Arbeit, die erforderlich ist, um die Arbeitskraft herzustellen und zu unterhalten —, aber ihrerseits einen Wert schafft, der größer ist.

Diese Differenz, den „Mehrwert“, eignet sich das Kapital ganz legal an: Das ist der Profit, von dem die einzelnen Kapitale zu ihrem großen Bedauern Teile an den Staat, an Kreditgeber und so weiter abzugeben haben. Heutzutage haben sich die Verhältnisse gegenüber der Zeit von Marx und Engels verändert; die Vermehrung von Geld beziehungsweise Kapital durch rein fiktive Geld- und Spekulationsgeschäfte — die es schon vor dem Kapitalismus gab — spielt heute im Verhältnis zur „realen“ Produktion von Waren und Dienstleistungen eine erheblich größere Rolle. Das Kapital muss verwertet werden und sich dabei vermehren — wenn in diesem Prozess über weite Strecken gar nichts produziert wird,

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