Zweite Runde der Präsidentschaftswahlen: Das russische Fernsehen über die Lage in Moldawien | Anti-Spiegel

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09-11-20 01:31:00,

In Moldawien findet in einer Woche die entscheidende zweite Runde der Präsidentschaftswahlen statt, bei der die pro-westliche Kandidatin Sandu den Amtsinhaber besiegen will. Da im Falle eines Misserfolgs eine weitere Farbrevolution droht, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens über die Lage in Moldawien übersetzt.

In diesem Tagen berichte ich immer mal wieder über die Lage in Moldawien, weil dort – bisher weitgehend unbeachtet von westlichen Medien – Vorbereitungen für eine weitere Farbrevolution stattfinden, sollte die pro-westliche Kandidatin bei der Wahl durchfallen. Westliche Politiker wie Annegret Kramp-Karrenbauer und andere sprechen sich in Videoansprachen offen für Sandu aus. Man stelle sich einmal vor, russische Minister würden vor einer Bundestagswahl die Deutschen offen dazu aufrufen, einen bestimmten Kandidaten zu wählen. Das Geschrei wegen einer „russischen Einmischung“ in deutsche Wahlen wäre gigantisch. Aber die Regeln, die der Westen für sich fordert, gelten umgekehrt für den Westen nicht.

Da über all das in Deutschland kaum berichtet wird, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens aus der Sendung“ Nachrichten der Woche“ übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In Moldawien gab es nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen keinen Sieger. Die pro-europäische Kandidatin, die ehemalige Premierministerin der Republik Moldawien Maia Sandu, erhielt 36 Prozent der Stimmen, etwas weniger – 32,5 Prozent – bekam der amtierende Staatschef Igor Dodon. Die zweite Runde findet am 15. November statt.

Über die Situation und die Stimmung in Moldawien berichtet unser Korrespondent.

Kaum hatte die Zentrale Wahlkommission der Republik Moldawien die offiziellen Ergebnisse des ersten Wahlgangs bekannt gegeben, begannen die Gewinner, den Wähler Angst zu machen. Igor Dodon warnte im Falle seiner Niederlage vor einer politischen Lähmung des Landes: Die Rivalin hat keine Mehrheit im Parlament, was bedeutet, dass die Regierung handlungsunfähig wäre. Maia Sandu drohte mit dem in der benachbarten Ukraine so vertrauten Wort „Lustration“. (Anm. d. Übers.: Die „Lustration“ war eine Säuberungswelle in der Ukraine nach dem Maidan, bei der Beamte und Politiker aus ihren Ämtern entfernt und teilweise mit Berufsverboten belegt wurden)

„Wir beginnen die „Säuberung“ der politischen Klasse in Moldawien mit der Institution des Präsidenten und seiner Verwaltung. Das tun wir schon jetzt. Danach wird es eine Reihe von „Säuberungen“ im Parlament geben“, erklärte Sandu.

Sie führt in dem Rennen. Am Ende der Auszählung der Stimmzettel wurde das Ergebnis buchstäblich von der moldawischen Diaspora im Ausland entschieden.

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