CIA kauft verstärkt deutsche Hightech-Unternehmen

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13-11-20 10:51:00,

US-amerikanische Investoren sichern sich deutsche Entwicklungen. Dabei geht es traditionell in erster Linie um Patente und sonstige Rechte

Seit einiger Zeit geht die Meldung durchs Land, dass die CIA deutsche Start-Ups einkauft und damit Wissen und Rechte hierzulande absaugt, das der Arbeit der Geheimdienste dienlich sein könnte. Dass Wissen aus Europa abgesaugt wird, ist keine grundsätzlich neue Entwicklung und lief in der Vergangenheit im Wesentlichen über die Anwerbung führender Mitarbeiter. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für Know-how-Transfer war die Übersiedlung von Wernher von Braun aus Deutschland zur NASA in den USA, die seine Verstrickungen in den Nazistaat vergessen machte.

Nicht zuletzt die Visa-Beschränkungen der aktuellen US-Regierung sorgen dafür, dass der brain drain in die USA durchaus reduziert zu werden scheint und verstärkt vom Handel mit “geistigem Eigentum” abgelöst zu werden scheint. Wer die Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren verfolgt, stellt fest, dass US-Investoren, die sich deutsche Firmen sichern, als erstes Patente und zahlreiche weitere Rechte, sogenannte Intellectual Properties überschreiben und dann die konkrete Fertigung entweder in Länder mit niedrigeren Löhnen auslagern oder an das bisherige deutsche Management oder sonstige lokale Investoren verkaufen, die für ursprünglich am deutschen Standort erfolgte Entwicklungen dann Lizenzen an die neuen Rechteinhaber abführen müssen.

Die Summen, um die es beim Rechtehandel geht, sind dabei nicht unerheblich, wie man am Beispiel der Firma Leica Camera in Wetzlar sehen kann. Sie muss für ihren Namensbestandteil Leica Lizenzgebühren an die zum Danaher-Konzern zählende Leica Microsystems, bzw. deren Tochter Leica Microsystems IR GmbH abführen. Dieser Rechteinhaber verdient auch an den von Leica Camera vergebenen Unterlizenzen an Panasonic und Huawei. Die Einnahmen aus diesen Namens-Unterlizenzen sind noch heute für einen beträchtlichen Anteil des Gewinns von Leica Camera verantwortlich.

Die CIA als Hightech-Investor

Während man chinesischen Investoren oft vorwirft, dass sie sich an den erworbenen Unternehmen bereichern würden und daher solche Übernahmen inzwischen weitestgehend verhindern will, wie sich an den Beispielen Aixtron, Leifeld Metall Spinning oder Mynaric zeigte, verlaufen Übernahmen durch US-Investoren meist geräuschlos.

Zu diesen US-Geldgebern zählt ganz aktuell die im Jahr 1999 auf Betreiben des damaligen CIA-Direktors George Tenet gegründet Firma In-Q-Tel, das inzwischen ein beträchtliches, über 100 Unternehmen umfassendes Portfolio an High-Tech-Unternehmen eingesammelt hat. Dazu gehört beispielsweise das Dresdner Startup Morpheus Space, welches besonders kleine und effiziente Satellitentriebwerke fertigt oder die Datenanalysefirma Palantir,

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