„Unsere Politiker dürfen nicht Marionetten Amerikas sein!“ – Jürgen Todenhöfer gründet neue Partei

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13-11-20 10:48:00,

Der bekannte Publizist und Ex-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer will erneut in die Politik einsteigen – für eine „fundamental neue, ehrliche Politik“. Er tritt aus der CDU aus und gründet eine neue Partei. Auf einer Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin stellte er am Donnerstagabend seinen ultimativen Plan für Deutschland vor.

In der Außenpolitik stellte er bei der Gelegenheit die Ansprüche seiner Partei mit dem Testnamen „Team Todenhöfer“ vor. „Mehr Verantwortung übernehmen? Durch Kriege?“, sprach er dabei etwa indirekt das neuerliche Bekenntnis von Bundeskanzlerin Merkel zu den USA an. Für die Freundschaft mit „dem wichtigsten Verbündeten“ müsste man aber im 21. Jahrhundert mehr eigene Verantwortung übernehmen, ließ Merkel am Montag wissen. 

„Wir werden im Falle einer Regierungsbeteiligung alle militärischen Auslandseinsätze Deutschlands stoppen, alle, alle!“, rief der 80-jährige Todenhöfer dann von der Bühne am Brandenburger Tor, vor der sich schätzungsweise über 200 Menschen versammelt hatten. „Diese chaotischen Kriege sind doch die Hauptursache der Flüchtlingswelle! Die Hauptursache des Terrorismus.“

Als Beispiel führte er dabei den Chef der Grünen, Robert Habeck, an, der auch Kinderbücher schreibt und sich neuerdings mit Terrorismus auseinandersetzen und antiterroristische und antiislamistische Strategien entwickeln soll.

„Alles in Ordnung, habe ich früher als Antiterrorrichter in Terrorismusprozessen auch machen müssen“, kommentierte Todenhöfer und wurde herzlich beklatscht. 

„Aber der beste Beitrag, den die Grünen gegen den Terrorismus leisten könnten, ist, dass sie aufhören, bei Abstimmungen über die Kriegseinsätze für den Krieg zu stimmen!“ Stattdessen würde ein großer Teil ihrer Fraktion selber einen Beitrag zum Terrorismus leisten. „Der Habeck war doch nie im Krieg – dann würde er keine Kinderbücher mehr schreiben. Der Krieg ist ein Bumerang, der irgendwann zurückschlägt.“

„Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt“, hatte der damalige deutsche Verteidigungsminister Peter Struck am 11. März 2004 zu der deutschen Beteiligung am Krieg in Afghanistan erklärt. „Die Sicherheit Deutschlands wird am Hindukusch gefährdet! Da entsteht Terrorismus“, weiß Todenhöfer, der den Nahen und Mittleren Osten als Kriegsreporter bereiste, zu widersprechen. „Aber diese Sofastrategen würden da nie hingehen.“

Vor diesem Hintergrund hieße der Vorschlag seiner Partei: Alle Bundestagsabgeordneten, die im Bundestag für Kriege stimmen, müssten anschließend vier Wochen selber an die Front. 

„Es ist ein so genialer Vorschlag, weil es immer weniger Kriege geben wird! Weil sie da nicht hinwollen, weil sie die Hosen voll haben.“ 

Als emotionales Beispiel führte er sein Treffen mit einem zehnjährigen Mädchen in der Nähe von Tora Bora an,

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