Aufklärung über verheerende Politik

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14-11-20 02:27:00,

Im Juli dieses Jahres hat der außerparlamentarische Corona-Untersuchungsausschuss seine Arbeit begonnen. Sie wirken darin neben den Fachkollegen Antonia Fischer und Dr. Justus Hoffmann mit. Was war und was ist das Anliegen des Ausschusses?

Viviane Fischer: Wir haben den Ausschuss im Juli 2020 aufgesetzt, um das Virus-Geschehen und die Folgen der Maßnahmen einer sachlichen Analyse zu unterziehen. Für mich ist der Ausschuss eine konsequente Fortsetzung der Suche nach Antworten, die bei mir mit der Veröffentlichung meiner Petition „Führen Sie die Baselinestudie durch — wir brauchen endlich saubere Corona-Daten“ am 27. März 2020 begonnen hat.

Damals habe ich die Durchführung einer repräsentativen Studie gefordert, um die Ansteckungsgefahr und Ausbreitungsdynamik von Sars-Cov-2 seriös abschätzen zu können. Es war ja für jeden offensichtlich, dass die Virus-Toten auch damals nicht an jeder Ecke lagen. Als Volkswirtin und Juristin war mir sofort klar, dass insbesondere die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Lockdowns verheerend sein würden, auch im Hinblick auf Menschenleben, weil Armut die Lebenserwartung dramatisch senkt.

Durch den Rücklauf von den Unterstützern der Petition habe ich gesehen, dass sich viele der Kollateralschäden quasi sofort manifestierten (Operationen fielen aus, psychisch Kranke waren plötzlich unversorgt, die Einnahmen von Selbständigen entfielen). Angesichts von leeren Krankenhausbetten und Ärzten in Kurzarbeit erhellte sich zugleich die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zur Verhinderung einer Überlastung des Gesundheitswesens nicht. Viele Stimmen von Lockdown-Opfern habe ich dann auf der Webseite kollateral.news sichtbar gemacht. Was aber für mich fehlte, war die konzentrierte, interdisziplinäre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Gesamtgeschehen.

Dr. Reiner Füllmich: Unser Anliegen ist es auch, mit dem Corona-Ausschuss den öffentlichen Debattenraum wieder zu eröffnen, nach dem Motto „Audiatur ad altera pars“ — „Man höre auch die anderen Seite“. Frau Merkel hat in einer Pressekonferenz im April erklärt, dass von Regierungsseite vor der Lockdown-Entscheidung keine Evaluation der Kollateralschäden durchgeführt wurde und man auch keine Pläne habe, dies zu tun. Dies kann nicht angehen in einer derart komplexen Lage mit unübersehbaren Folgen von Entscheidungen.

Man kann sich nicht allein auf die Einschätzung von Virologen, insbesondere quasi nur eines Virologen verlassen, wenn man ein ganzes Land lahmlegt. Da muss vorab und begleitend die Expertise von behandelnden Ärzten, von Psychologen, Soziologen, von Rechtsgelehrten, von Wirtschaftswissenschaftlern, von Kommunikationswissenschaftlern eingeholt werden. Es muss eine Abwägung erfolgen zwischen den Optionen und dies muss — wie in einer Demokratie üblich und nötig — auch in öffentlicher Debatte erfolgen.

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