Das russische Fernsehen über die Rolle der Internetkonzerne bei der US-Wahl | Anti-Spiegel

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16-11-20 10:04:00,

In einem Kommentar hat der Moderator der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ über Einmischungen in Wahlen durch die Internetkonzerne und über ausländische Einmischungen gesprochen. Da es schade ist, dass man einen solchen Kommentar im deutschen Fernsehen nicht zu hören bekommt, habe ich den Kommentar des russischen Moderators übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Was kann Russland von Amerika lernen und wie kann es dessen Erfahrungen zu seinem Vorteil nutzen? Wir sind uns nicht zu schade, von anderen zu lernen. Russland ist im Gegensatz zu einigen anderen weit davon entfernt, zu glauben, dass es bereits der Klassiker der Demokratie ist. Und wie der berühmte amerikanische Dichter und Denker Ralph Emerson sagte: „Jeder Mensch, den ich in meinem Leben getroffen habe, war in irgendetwas besser als ich, und das habe ich von ihm gelernt.“ Das gilt auch für Staaten. Was kann Russland also aus dem Beispiel der amerikanischen Wahlen lernen?

Zumindest mal die Angst vor ausländischer Einmischung in die Wahl. Erinnern wir uns, wie viele Skandale und Verdächtigungen es über Russland in Amerika gab. Das ging bis zur Hysterie. Jetzt ist es irgendwie ruhiger geworden. Von russischen Hacker hört man nicht mehr viel, aber die dortige Haltung gegenüber ausländischen Einmischungen ist für uns ziemlich lehrreich. Kann es denn sein, dass ausländische Einmischungen schlecht für Amerika, aber gut für Russland sind? Nein, weil ausländische Einmischung immer den Willen des Volkes verwischt. Das brauchen wir nicht, so wie auch Amerika das nicht braucht. Seinerzeit hat Russland von Amerika gelernt und ein Gesetz über ausländische Agenten verabschiedet. Seitdem müssen sich beispielsweise alle NGOs, die bei uns Mittel aus dem Ausland erhalten, als ausländische Agenten registrieren lassen. Denn es ist klar, dass ausländisches Geld ausländische Anweisungen ausführt.

Das Gesetz hat seine vorteilhafte Rolle für Russland gespielt, aber die ausländischen Sponsoren mögen das Gesetz nicht. Sie haben einen Weg gefunden: NGOs werden in Einzelpersonen aufgeteilt und werden direkt von Einzelpersonen bezahlt. Geschickt gemacht. Zum Beispiel die Organisation namens „Golos“. Nachdem sie wegen ausländischer Finanzierung rechtlich als ausländischer Agent anerkannt war, haben sie die juristische Person aufgelöst und agieren nun als eine Gruppe von Freiwilligen, deren Handlungen angeblich von niemandem koordiniert werden.

Dabei erhalten die Einzelpersonen beträchtliche Summen aus dem Ausland und präsentieren sich als Oppositionelle, Politiker, Menschenrechtsaktivisten, Wahlbeobachter und was sonst noch alles. Aber sie alle folgen fremden Anweisungen.

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