Der Inkarnation Ahrimans entgegen (2) • Anthroblog

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16-11-20 09:25:00,

Der Inkarnation Ahrimans entgegen (2). – Zu Zeiten als es noch keine Videoplattformen gab, reisten Redner von Ort zu Ort und behandelten Themen, die ihnen am Herzen lagen, vor wechselndem Publikum mehr als einmal. So auch Steiner, der im Herbst 1919 eine Reihe von Vorträgen hielt, in denen er von einer künftigen Inkarnation Ahrimans im dritten Jahrtausend nach Christus im »Westen« und von der Vorbereitung der Menschheit auf diese Inkarnation sprach. Die bevorstehende Inkarnation spiegelt eine Inkarnation Luzifers am Ende des 3. Jahrtausends vor Christus. Die Mitte zwischen beiden bildet das Mysterium von Golgatha und der von ihm ausgehende »Christus-Impuls«. Nach dem ersten Vortrag, in dem von dieser Inkarnation Ahrimans die Rede war, am 27. Oktober 1919 in Zürich, fand in Dornach am 1. November 1919 der zweite zu diesem Thema vor Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft statt. (Enthalten in GA 191). Dieser zweite Vortrag unterscheidet sich in einigen bedeutsamen Nuancen vom ersten. Vor allem enthält er eine relativ präzise Zeitangabe zur Inkarnation Ahrimans. Auszüge aus einigen weiteren Vorträgen, die diese erste Darstellung präzisieren bzw. amplifizieren, werden folgen. Die Zwischenüberschriften stammen von mir (L.R.)

Der Inkarnation Ahrimans entgegen

Rudolf Steiner. Modell des Ahrimankopfes

Wenn jetzt in dieser Zeit gerade von geisteswissenschaftlicher Seite her auch über soziale Fragen gesprochen wird, so beruht das ja, wie ich Ihnen übrigens von den verschiedensten Gesichtspunkten aus schon dargestellt habe, wahrhaftig nicht auf irgendeiner subjektiven Maxime, auf irgendeinem subjektiven Antriebe, sondern es beruht auf der Beobachtung der Entwickelung der Menschheit, auf der Beobachtung desjenigen, was die Entwickelungskräfte der Menschheit gerade für unsere Zeit enthalten, wozu sie uns in der Gegenwart und für die nächste Zukunft besonders auffordern.

Es muss schon gesagt werden, dass die tieferen Impulse desjenigen zu enthüllen, was eigentlich für die gegenwärtige Menschheitsentwickelung in Betracht kommt, eine etwas unbequeme Sache ist; denn man ist in der Gegenwart nicht allzu geneigt, auf die Dinge, auf die es ankommt, einzugehen, sie mit wirklichstem, tiefstem Ernste zu betrachten.

Aber unsere Zeit erfordert gegenüber den Angelegenheiten der Menschheit einen wirklichen, gründlichen Ernst. Sie erfordert namentlich das Sich-Freimachen von ganz bestimmten Vorurteilen und namentlich von Vorempfindungen.

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