Die Zeit der Seher | Von Thomas Castellini | KenFM.de

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17-11-20 02:31:00,

Mit Modellrechnungen und unsicheren Prognosen halten die Regierenden und ihre Berater die Panikmache aufrecht.

Beeindruckt und auch erschüttert erleben wir, dass die im Sommer verbreitete Vorhersage, es komme ein „zweite Welle“, in der Tat zutrifft. Und auch das World Economic Forum (WEF), die Bill & Melinda Gates Foundation und das Johns Hopkins Center for Health Security haben im Oktober 2019 in bewundernswerter Weitsicht den Pandemie-Ausbruch gar bereits simuliert (1).

Nun haben sich neue Seher gemeldet. Sie kommen nicht aus dem Morgen-, sondern aus dem Saarland und haben einen „Online-Simulator“ entwickelt, der — „frei verfügbar und einfach zu bedienen“ — die kommende Zeit „aufgrund aktuell verfügbarer Daten“ prognostiziert. RTL.de hat schon mal ein wenig herum simuliert und äußert sich am 3. November 2020 unter der Titelzeile „Corona-Simulator zeigt: Die Prognose für Deutschland ist düster“ folgendermaßen (2):

„Man wählt einfach ein Bundesland oder Deutschland als Ganzes aus und stellt ein Datum ein, bis zu dem die Entwicklung gezeigt werden soll. Dazu kann man noch bestimmen, welche Kategorien die Grafiken anzeigen sollen, und zusätzliche Werte wie die Reproduktionszahl einblenden.

Gibt man beispielsweise für Deutschland den 30. Oktober ein, sieht man, dass die von Kanzlerin Angela Merkel vorgerechneten 19.200 täglichen Neuinfektionen bis Weihnachten mehr als realistisch sind. Denn dem Simulator zufolge erreicht die Bundesrepublik bereits in ungefähr zwei Wochen diesen Wert.“

Erschreckende Simulationen

„Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten wächst demnach von ungefähr 2.400 auf knapp 6.400. Von ihnen werden etwa 1.200 auf Intensivstationen liegen, 760 künstlich beatmet. Auf die Todeszahlen wirkt sich das zunächst noch nicht stark aus: Das Modell prognostiziert für den 30. Oktober 29 Covid-19-Todesfälle.

‚Das kann das Land doch verkraften‘, sagen jetzt vielleicht einige, aber falls die jetzt beschlossenen Gegenmaßnahmen nicht greifen, ändert sich das möglicherweise sehr schnell.

Und wie. Denn nur

„zwei weitere Wochen später sind es bereits mehr als 57.000 Neuinfektionen und rund 18.500 Covid-19-Patienten werden im Krankenhaus behandelt, mehr als 3.400 benötigen intensive Betreuung, etwa 2.000 müssen künstlich beatmet werden. Und die Zahl der täglichen Todesfälle wächst auf 84 an.“

Dann wird immerhin eingeschränkt:

„Das sind erschreckende Zahlen, aber es handelt sich um eine Simulation,

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