Demo in Berlin: Der Spiegel verniedlicht Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten | Anti-Spiegel

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18-11-20 07:47:00,

Die Berliner Polizei hat Wasserwerfer und Tränengas gegen friedliche Demonstranten eingesetzt. Wenn das in Ländern wie Weißrussland passiert, schimpft der Spiegel über Polizeigewalt. Als das heute in Berlin passiert ist, haben Spiegel-Leser erfahren, die Demonstranten seien „besprüht“ und „beregnet“ worden.

Was der Spiegel sich heute an Propaganda erlaubt hat, schlägt wieder ein neues und sehr peinliches Kapitel in der Geschichte des ehemaligen „Sturmgeschützes der Demokratie“ auf. Gerade erst hat der Spiegel in einem Meinungsartikel gar die Abschaffung des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit gefordert, nun redet der Spiegel Polizeigewalt gegen Andersdenkende schön, die friedlich demonstriert haben. Wie sehr der Spiegel zu einem reinen Propaganda-Instrument verkommen ist, kann jeder erkennen, der vergleicht, wie unterschiedlich der Spiegel über Demonstrationen berichtet, je nachdem, wo sie stattfinden. Mit Journalismus hat das, was das ehemalige Nachrichtenmagazin betreibt, nichts mehr zu tun.

Der Artikel im Spiegel trägt aktuell die Überschrift „Berlin – Polizei löst Corona-Demo auf – Wasserwerfer im Einsatz“ Ich habe schon oft darauf hingewiesen, dass es sich lohnt, auf die Internetadresse eines Spiegel-Artikels zu schauen, denn dort ist die ursprünglich verwendete Überschrift zu sehen. Daran, wie sich die Überschrift verändert, kann man sehen, was der Spiegel seinen Lesern vermitteln will und was nicht. Ursprünglich hatte der Artikel die Überschrift „Berlin – Corona-Proteste treffen auf massives Polizeiaufgebot“ Das klang der Spiegel-Redaktion aber wohl zu martialisch und so wurde es abgeschwächt.

In Berlin verlief die Demo friedlich, auch der Spiegel behauptet nicht, dass es von Seiten der Demonstranten Gewalt gegeben habe, bevor die Polizei Gewalt eingesetzt hat. Im Spiegel klingt das so:

„Die Polizei löst die Kundgebung gegen das Infektionsschutzgesetz im Berliner Regierungsviertel auf. Das teilte die Behörde per Twitter mit. Sie forderte die Teilnehmer auf, den Versammlungsort zu verlassen. Viele Demonstranten trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und verstießen damit gegen Auflagen.
Die Polizei setzte auch Wasserwerfer ein. Die Einsatzkräfte begannen mit dem Besprühen der Menschen, nachdem diese mehrfach zum Gehen aufgefordert worden waren. Auch Tränengas wurde offenbar eingesetzt. Demonstranten schrien und pfiffen mit Trillerpfeifen. Es herrschte zum Teil eine aggressive Stimmung.“

Wenn die deutsche Polizei Wasserwerfer gegen friedliche Demonstranten einsetzt, dann werden sie also „besprüht“. Man lernt eben nie aus.

Und das danach „zum Teil eine aggressive Stimmung“ geherrscht hat, kann niemanden verwundern, oder sollen die Leute sich über den Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas freuen?

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