Der Verzweiflungsträger

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19-11-20 03:03:00,

Also gut, die Schlacht geht nach der Wahl weiter; Demokraten von Rang und Namen drehen durch, Trump werde gewaltsam im Amt bleiben (Spoiler: Wird er nicht; er wird das Amt friedlich verlassen wie seine Vorgänger), und Republikaner von Rang und Namen drehen durch, Biden werde sie zu einem kommunistischen Sklavendasein verdammen (Spoiler: Wird er nicht; er wird sie, wie jeder andere auch, in die Sklaverei eines imperialistischen Neoliberalismus‘ im Endstadium führen).

Beide Seiten werfen einander Betrug und Schwindel vor, und zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann ich das ehrlicherweise nicht einordnen. Was soll ich sagen? „Oh nein, Sie meinen, die Scheinwahl zwischen zwei Scheinkandidaten ist wirklich nur Schein??“ Eine Konzernkriegshure ist so gut wie die andere. Von mir aus soll Raytheon den Sieger wählen.

Das Angstniveau bleibt hoch angesichts von Massenmedien auf Abwegen, die Ängste vor Unruhen anheizen, angesichts der Proteste und Gegenproteste überall im Land. Ich werde einfach wiederholen, was ich vor der Wahl gesagt habe: Jede Gewalt wird, wie sich abzeichnet, nur den Mächtigen nutzen, wird genutzt werden, um den autoritären Agenden der Mächtigen zu dienen, und wird aller Wahrscheinlichkeit nach von den Mächtigen angestachelt worden sein. Es gibt Situationen, in denen man argumentieren kann, dass intelligente Gewaltanwendung seitens der Bürgerschaft gute Ergebnisse zeitigen könnte, aber zu sterben für die Frage, welcher Oligarchenliebling Sie regieren soll, ist keine solche. Bitte seien Sie klug und begeben Sie sich nicht in Gefahr.

Alles in allem ist jetzt die Wahl jedenfalls vorbei. Was bedeutet, dass die Lügen, die sich echte politische Linke eingeredet haben, um die schmerzhafte Wahl Bidens psychologisch ertragen zu können, nun keine Berechtigung mehr haben. „Ich habe gegen den Faschismus gestimmt“, ist ein verbreitetes Mantra, auf das ich in letzter Zeit in den sozialen Medien gestoßen bin, und es ist eine dieser Lügen.

Ich verstehe, dass amerikanische Linke für ihre Entscheidung jedes Argument recht war, einem rechten, autoritären Kriegstreiber ins Amt zu helfen, mit dem sie ideologisch nichts gemein haben. Und um das klar zu sagen: Ich habe kein Interesse daran, ihnen zu sagen, sie hätten dies nicht tun sollen. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen, wie auch immer er oder sie mit einem grundlegend maroden System umzugehen gedenkt, und es geht mir auch nicht darum, jemanden zu beschämen.

Aber im Folgenden sollten wir klar sehen: Zu beanspruchen,

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