Foul im Debattenraum

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19-11-20 03:03:00,

„Der Ausdruck Foul (englisch foul ‚schlecht‘, ‚schmutzig‘ (…)) bezeichnet im Sport (…) ein regelwidriges Verhalten: Ein Spieler missachtet während des laufenden Spieles eigene Pflichten oder gegnerische Rechte, wirkt auf einen Gegenspieler unsportlich ein und/oder er verhindert auf inkorrekte Weise einen unmittelbar bevorstehenden Erfolg des Gegners. Ein Spieler kann ein Foul absichtlich oder unabsichtlich als Folge einer missglückten regelgerechten Aktion begehen. Auch Fahrlässigkeit ist möglich. Ein Foul hat in den meisten Sportarten eine Spielunterbrechung durch den Schiedsrichter zur Folge.“

Ich musste das nachsehen, da Fußball nicht mein Spezialgebiet ist, und ich nutze hier die Definition der Wikipedia, die zu manch anderen Themen wenig empfehlenswert ist. Warum hat mich das interessiert?

Unsportliches Verhalten erlebe ich derzeit häufig, ganz besonders, wenn es um die Deutungshoheit über weltpolitische Fragestellungen geht. Ich meine damit unfaires, unangebrachtes, dem Diskurs oder dem lebendigen Meinungsaustausch gegenläufiges Verhalten, verletzendes Verhalten, Strategien und Sprüche, welche ein Schlag unter der Gürtellinie sind, oder Verhalten, welches mit der ursprünglichen Fragestellung, also dem Spiel, in welchem man sich befindet, nichts mehr zu tun hat. Zum Spiel der Menschheit gehören unser Abgleichen von Erkenntnissen und Standpunkten zu relevanten Themen und unsere Organisation des Zusammenlebens. Unsere Form dazu ist die Demokratie. Für die oben beschriebenen Fouls benötigen wir eine Trillerpfeife sowie eine Unterbrechung des Geschehens. Was dann jeweils folgen könnte, wäre heilsames Nachdenken.

Diskursverhinderung, verbale Verletzungen, Diffamierung und unlautere Methoden in der Debatte finden wir insbesondere zu jenen Themen, zu welchen sehr viel Geld und Macht auf dem Spiel stehen: Krieg und Frieden, Überwachung, Geld, Impfstoffe, Freiheitseinschränkungen sowie die damit verbundenen Mediengeschichten, die die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzen.
Wie das Foul im Fußball geschieht das unsportliche Verhalten, welches eine Debatte auf Augenhöhe verhindert, sowohl strategisch-absichtlich als auch versehentlich. Letzteres, das versehentliche Foul in der öffentlichen Debatte, ist meistens die Folge mehrerer vorangegangener bewusster Fouls: Wer stark verunsichert, geängstigt und aufgehetzt wurde, etwa durch sehr negativ besetzte Begriffe in den Medien, verhält sich oft selbst nicht mehr auf Augenhöhe, sondern unfair.

Viele dieser strategischen und unabsichtlichen Fouls konnte ich im Vorfeld der diesjährigen Jazztage Dresden sowie bei der dortigen Podiumsdiskussion beobachten, welche ich online gesehen habe. Auslöser für den Medientrubel war die Einladung des Veranstalters Kilian Forster an den Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr.

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