Wie in Russland über die Demonstration in Berlin berichtet wurde | Anti-Spiegel

wie-in-russland-uber-die-demonstration-in-berlin-berichtet-wurde-|-anti-spiegel

19-11-20 02:22:00,

Am Mittwoch hat die Polizei in Berlin eine bis dahin friedliche Demonstration gegen das Infektionsschutzgesetz mit Wasserwerfern und Tränengas aufgelöst. Während die deutschen Medien eine wahre Propaganda-Welle zur Unterstützung dieser Maßnahmen angestoßen haben, wurde in Russland so berichtet, wie man es sich wünscht: Objektiv und sachlich.

Ich habe gestern bereits darüber berichtet, wie absurd und propagandistisch der Spiegel über die Ereignisse in Berlin berichtet hat. Während der Spiegel bei Demonstrationen in Minsk schon bereit stehende – aber nicht eingesetzte – Wasserwerfer als Drohung gegen Demonstranten bezeichnet, redet er den Einsatz von Wasserwerfern in Berlin schön, indem er vom Besprühen der Demonstranten fabuliert.

Heute, einen Tag später, zähle ich auf der Startseite des Spiegel eine gute Hand voll Artikel, die alle nur eine Aufgabe haben, nämlich die Demonstranten als Spinner, Antisemiten und was nicht noch alles zu verunglimpfen und ein Gesetz zu verteidigen, das eine Einschränkung der Grundrechte festschreibt, wie wir sie seit 1933 in Deutschland nicht mehr erlebt haben. Aber da der Spiegel sich bereits vor einigen Tagen mit der Forderung nach der Abschaffung des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit zu Wort gemeldet hat, darf einen das heutige Propaganda-Feuerwerk im Spiegel für die weitreichende Einschränkung der Grundrechte nicht wundern.

Von einer offenen und von Respekt geprägten Diskussion, die man in einer Demokratie erwarten sollte, kann in Deutschland derzeit keine Rede sein. Und das liegt nicht an den Demonstranten, sondern daran, dass sie von Politik und Medien von Anfang an als Spinner, Verschwörungsideologen, Rechtsextreme, Antisemiten und Demokratiefeinde verunglimpft wurden. Wer von Beginn an die Stimmung durch solche Anfeindungen vergiftet, darf sich nicht wundern, wenn die Demonstranten reagieren und auf Presse und Regierung schimpfen.

In dieser aufgeheizten Stimmung ist es interessant, wie außerhalb der westlichen Medienblase über die Ereignisse in Berlin berichtet wird. In Russland hat die Regierung gerade in einer öffentlich übertragenen Sitzung die Probleme mit Corona im Land besprochen, die Probleme offen beim Namen genannt und nach Lösungen gesucht. In manchen russischen Regionen stoßen die Krankenhäuser an die Belastungsgrenze und viele anti-virale Medikamente sind in Apotheken nicht mehr verfügbar. Die Sitzung war hochinteressant, da sie aber anderthalb Stunden gedauert hat, kann ich sie leider nicht übersetzen.

Von einer eventuellen Verharmlosung der Gefahr durch Corona ist man in Russland also weit entfernt. Trotzdem hat das russische Fernsehen objektiv über die Ereignisse in Berlin berichtet und das deutsche Gesetz nicht als Argument angeführt,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: