Covid-Impfungen gegen Geld oder andere Vorteile

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20-11-20 08:35:00,

Bild: Pixnio.com

Die jetzt vorhandene Impfbereitschaft reicht kaum aus, um eine Herdenimmunität herzustellen, ein Ethikprofessor schlägt eine Belohnung vor, in China sollen bereits eine Million Menschen geimpft worden sein

Nach einer Umfrage Ende September wäre nur die Hälfte der Amerikaner dazu bereit, sich mit einem von der Zulassungsbehörde FDA bewilligten Impfstoff gegen Covid-19 impfen zu lassen. Im Juli hätten dies noch 66 Prozent gemacht. Bei einer Umfrage Ende Oktober, also noch vor der Wahl, stieg die Bereitschaft wieder auf 58 Prozent an. Das dürfte damit zusammenhängen, dass viele von einem Wahlsieg Bidens ausgingen. So war die Impfbereitschaft bei den demokratischen Wählern im September stark auf 53 Prozent von davor 78 Prozentabgesunken und stieg jetzt wieder auf 69 Prozent, während bei den republikanischen Wählern die Bereitschaft von 39 auf 50 Prozent im September stieg und sich dort hielt. Weiterhin lehnen 42 Prozent eine Impfung ab.

In Deutschland ist die Impfbereitschaft gesunken, obgleich Impfstoffe wie der von Pfizer/Biontech bald zur Verfügung stehen sollen. Gut möglich, dass auch hierzulande der Druck der Hersteller und der Politik auf schnelle Zulassung misstrauisch macht, ob auch genügend auf Sicherheit geachtet wird. Im letzten DeutschlandTrend vom 22.11. sagten 37 Prozent, sie würden sich “auf jeden Fall” impfen lassen, was immer dabei an Risiko mit eingegangen werden sollte. Das sind 7 Prozent weniger als im Vormonat. Wahrscheinlich würden sich 34 Prozent impfen lassen (4 Prozent mehr). Wahrscheinlich nicht 14 Prozent (+2) und auf keinen Fall 15 (+3). Möglicherweise wären also Zweidrittel bereit, wahrscheinlich eher die Hälfte, der Rest würde eher abwarten, wenn alles auf freiwilliger Basis erfolgt und Nicht-Geimpfte keine Nachteile erfahren.

Fraglich ist, ob bei dieser Impfbereitschaft durch Impfen eine Herdenimmunität erreichbar wäre. Gemeinhin geht man davon aus, dass mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft werden müssten. Aber das hängt von vielen Annahmen ab wie etwa von der Reproduktionsrate (R-Wert), der Verbreitung von länger anhaltender Immunität und natürlich auch vom Impfstoff. Schützt er nicht zu 100, sondern weniger, müsste entsprechend mehr geimpft werden.

Freiwilligkeit durch Geld schlägt ein Ethikprofessor vor

Unlängst hatte Professor Julian Savulescu vom Oxford Uehiro Centre for Practical Ethics der University of Oxford im Journal of Medical Ethics den Vorschlag gemacht, Impfen mit einer Gegenleistung zu verbinden.

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