Die Corona-Papers

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20-11-20 10:22:00,

Von Neuseeland bis Alaska, von Hongkong bis London, von Rom bis Rio gab es dieses Jahr ein Thema: das Coronavirus beziehungsweise die Pandemie. Und es dauerte nicht lange, bis das heiß umstrittene Thema auch in Panama Fuß gefasst hatte. Panama, ein kleines Land mit einer Einwohnerzahl von knapp 4 Millionen Menschen, sah sich Anfang des Jahres mit der sogenannten Pandemie konfrontiert. Als Sitz vieler Banken ist Panama leider seit den Panama-Papers auch bekannt geworden als Steueroase.

Ende März wurde mittels einer Notstandsverordnung die “totale Quarantäne” ausgerufen, und folgende Maßnahmen verordnet:

  • Ausgangsverbot für alle außer medizinisches Personal, Polizeibeamte und Supermarktangestellte. Alle anderen Bürger durften nur 2 Stunden am Tag, Männer 2 Tage in der Woche, Frauen 3 Tage in der Woche ihre Wohnung verlassen, um Einkäufe und sonstiges zu erledigen. Samstags und Sonntags galt für alle absolutes Ausgangsverbot. Von dieser Maßnahme war besonders Panama City, Panamas Hauptstadt, betroffen, da sie dort bis zum 14. September galt, während in den Provinzen ab dem 18. August zwar Männer und Frauen noch immer an getrennten Tagen ausgehen mussten, zumindest aber von 5 bis 19 Uhr rausdurften statt nur zwei Stunden am Tag.
  • Maskenpflicht in geschlossenen Räumen sowie auch im Freien, auf unbegrenzte Zeit
  • Obligatorischer Mindestabstand von 2 Metern in geschlossenen Räumen auf unbegrenzte Zeit
  • Versammlungsverbot
  • Kinderverbot in sämtlichen Geschäften und Supermärkten galt bis Anfang November, und wurde völlig willkürlich in manchen Supermärkten länger als in anderen durchgesetzt
  • Alkoholverkaufsverbot auf dem gesamten nationalen Territorium, diese Maßnahme wurde nach wenigen Wochen wieder aufgehoben, da der illegale Handel von alkoholischen Getränken boomte
  • Sämtliche Betriebe außer Krankenhäusern, Apotheken, Supermärkten und Nahrungsmittelproduzenten mussten geschlossen bleiben.
  • Sämtliche Schulen wurden geschlossen und bis heute, nicht wieder geöffnet.
  • Jeder Transportdienst, national sowie international, wurde eingestellt. Die Flughäfen waren für 7 Monate geschlossen, außer für “humanitäre” Flüge, die viermal soviel kosteten wie normale Flüge in die USA oder Europa, Busse sind gar nicht mehr oder nur noch selten gefahren, die U-Bahn in Panama City hat Ende März von insgesamt 30 Stationen 9 Stationen geschlossen, und erst ab dem 20ten August nach und nach wieder geöffnet.

Die Maßnahmen wurden von der Regierung zusammen mit dem Gesundheitsministerium (MINSA, Ministerio de Salud) verordnet.

Und nun die Rechtfertigung für derartige Maßnahmen in Zahlen:

Panama weist in den Jahren 2000 bis 2018 insgesamt folgende Mortalitätsraten auf:

Bild

Quelle der Todesrate pro Jahr: Instituto Nacional de estadísticas y censo Panamá

Laut der Webseite worldometers.info sind in Panama seit Anfang der „Pandemie“ bis zum 10.

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