Kritik an der Unterdrückung guter Wissenschaft: Artikel im British Medical Journal

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21-11-20 10:39:00, Der Executive Editor des British Medical Journal Kamran Abbasi übt massive Kritik über die sich immer mehr verbreitende Zensur, ausgeübt von der Politik, aber in zunehmenden Maß auch von Medien und den Tech-Konzernen im Silicon Valley. Unter dem Titel „Covid-19: Wenn gute Wissenschaft durch den medizinisch-politischen Komplex unterdrückt wird, sterben Menschen“ (Covid-19: politicisation, “corruption,” and suppression of science) zeigt der Autor an Hand von konkreten Beispielen wie dadurch Menschen gefährdet werden.

Eine ganz üble Zeiterscheinung sind die „Faktenchecker“. Deren Vorgehen folgt immer einem Muster, Zunächst werden Meinungen, Studien oder wissenschaftliche Beiträge verkürzt wiedergegeben unnd gegen die offizielle Meinung gehalten. Wenn ein Beitrag zum Beispiel Positionen des RKI kritisiert, wird dagegen gehalten, was das RKI sagt, denn dies sei die endgültige Wahrheit. So als hätte man Galilei entgegen gehalten, dass der Vatikan eben sagt, die Sonne kreise um die Erde.

Es läuft auf Unterdrückung des wissenschaftlichen Dialoges und Streits hinaus, der historisch der wichtigste Motor des Fortschritts war und auch weiter sein sollte.

Aber lassen wir Abbasi zu Wort kommen:

„Politiker und Regierungen unterdrücken die Wissenschaft. Sie tun dies im öffentlichen Interesse, sagen sie, um die Verfügbarkeit von Diagnosen und Behandlungen zu beschleunigen. Sie tun dies, um Innovationen zu unterstützen, um Produkte mit beispielloser Geschwindigkeit auf den Markt zu bringen. Beide Gründe sind teilweise plausibel; die größten Täuschungen sind in einem Körnchen Wahrheit begründet. Aber das zugrunde liegende Verhalten ist beunruhigend.

Die Wissenschaft wird aus politischen und finanziellen Erwägungen unterdrückt. Covid-19 hat staatliche Korruption im großen Stil entfesselt, die der öffentlichen Gesundheit schadet.1 Politiker und Industrie sind für diese opportunistische Veruntreuung verantwortlich. Wissenschaftler und Gesundheitsexperten sind es auch. Die Pandemie hat gezeigt, wie der medizinisch-politische Komplex im Notfall manipuliert werden kann – in einer Zeit, in der es noch wichtiger ist, die Wissenschaft zu schützen.

Die Reaktion Großbritanniens auf die Pandemie liefert mindestens vier Beispiele für die Unterdrückung der Wissenschaft oder von Wissenschaftlern. Erstens waren die Mitgliedschaft, die Forschung und die Beratungen der Wissenschaftlichen Beratergruppe für Notfälle (SAGE) zunächst geheim, bis ein Presseleak Transparenz erzwang.2 Der Leak enthüllte eine unangemessene Beteiligung von Regierungsberatern an der SAGE, während gleichzeitig eine Unterrepräsentierung des öffentlichen Gesundheitswesens, der klinischen Versorgung, von Frauen und ethnischen Minderheiten aufgedeckt wurde. Tatsächlich wurde die Regierung vor kurzem auch angewiesen, nach einem Urteil des Büros des Informationskommissars im Jahr 2016 einen Bericht über Mängel in der Pandemievorsorge,

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