Liebe Schüler: Vorsicht vor den Andersdenkenden!

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25-11-20 03:37:00,

Eine Reihe von Programmen gegen „Fake News“ indoktriniert an den Schulen die Kinder mit einer falschen Botschaft: „Die großen Medien sind seriös – die Alternativ-Medien verbreiten rechte Verschwörungen“. Dadurch wird gesunde Skepsis gegenüber Medienkonzernen aberzogen: Das ist das Gegenteil von Medienkompetenz. Von Tobias Riegel.

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Die Kinder sind momentan nicht nur Objekte hochumstrittener „Corona“-Maßnahmen. Sie sind außerdem Ziel von Indoktrination: Eine ganze Reihe von öffentlichen und privaten Programmen hat sich auf die Fahnen geschrieben, „in die Schulen zu gehen“, um dort gegen „Fake News“ aus dem Internet „aufzuklären“. Diese Programme gesellen sich noch zu den sich stets vermehrenden „Fakten-Checkern“ hinzu. Beispiele folgen weiter unten.

Gefahren durch große Medien werden verniedlicht

Was diese Programme, Ausnahmen bestätigen die Regel, weitgehend gemeinsam haben, ist das nicht ausgesprochene Ziel, die etablierten Medien seriös erscheinen zu lassen, indem man die Konkurrenz aus dem Netz als Fake-News bezeichnet – der von Albrecht Müller beschriebene „Wippschaukel-Effekt“ soll eintreten. Es wird auch das grundfalsche Bild etablierter Redakteure gezeichnet, die sich mit ihrem redlichen Journalismus in einem dramatischen Kampf den Internet-Kampagnen (etwa gegen die Corona-Maßnahmen) entgegenstellen. Zum einen erleben wir die viel zu pauschale Diffamierung der sehr unterschiedlichen Alternativ-Medien im Internet als „rechte Verschwörungstheoretiker“ durch „Medien-Aufklärer“ an den Schulen. Auf der anderen Seite ist eine verzerrende und verniedlichende Darstellung der Gefahren zu beobachten, die durch die Kampagnen großer Medien entstehen.

Beispiele – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – für solche Vorhaben wären etwa für deutsche Schulen entwickelte News-Apps wie „Buzzard“. Bei Buzzard lässt sich die Welt leicht in Ordnung bringen: Hier werden gute Medien und schlechte Medien auf die entsprechenden „Stapel“ verteilt. „Auf dem ersten Stapel liegen Medien, die wir in unserer täglichen Arbeit mit großem Grundvertrauen für eine fundierte Meinungsbildung empfehlen“, so Buzzard. Folgende Publikationen genießen dieses „Grundvertrauen“:

„Dazu gehören etablierte Medienmarken wie Deutschlandfunk, Zeit, FAZ, aber auch Indie-Medien und Blogs wie Netzpolitik oder Makronom und internationale Zeitungen wie der Guardian, die New York Times oder Foreign Affairs.“

Auf einem anderen Stapel liegen „Medien, die Teil des demokratischen Diskurses sind, bei denen aber immer wieder durchaus problematische Inhalte veröffentlicht und journalistische Standards verletzt werden.“ Auf diesem Haufen landen übrigens die NachDenkSeiten.

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