Der Corona-Knick

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02-12-20 04:26:00,

Als das Statistische Bundesamt (StatBA/destatis) im Mai seine wöchentlich aktualisierte Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020 mit einer Serie von sechs Pressemitteilungen einführte, störten mich vor allem zwei Dinge: Einerseits die Titel, die in den allgegenwärtigen Chor der Coronapanik einstimmten, und andererseits die Tatsache, dass man nirgends die hohe Untersterblichkeit am Jahresanfang ansprach.

Dennoch transportierten die Pressemitteilungen die Information durch eine aussagekräftige Grafik zur Sonderauswertung, sonst wäre ich selbst vielleicht gar nicht darauf gestoßen. So war mein Interesse geweckt, genauer hinzusehen und die vermissten kumulierten Jahresbilanzen, die man für halb Europa (ohne Deutschland!) bei Euromomo findet, selbst zu berechnen und anhaltende Untersterblichkeit zu finden!

Längst erwies sich für viele Kritiker die Sonderauswertung als Goldgrube: Wolfgang Wodarg bezog sich ebenso auf sie wie Karina Reiss und Sucharit Bhakti, Stefan Homburg, Bodo Schiffmann oder Samuel Eckert, um nur einige der prominentesten zu nennen. Recht früh war auch eine in Hessen beheimatete Corona Initiative Deutscher Mittelstand darauf gestoßen. Und in Samuel Eckerts Umfeld stellt ein ungenannter Experte umfangreiche Dokumentationen zusammen, in denen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht fehlen (nur mit Telegram zugänglich).

Am 9. Oktober wandte sich das Amt erneut mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit, die eine kurze übersterbliche Phase im August als „im Zuge der Hitzewelle erhöht“ präsentierte, aber ausdrücklich als „nicht durch COVID-19-Todesfälle bedingt“! Man bebilderte das wieder mit der genannten Grafik, fortentwickelt durch eine leicht verständliche „Bandbreite min./max.“ anstelle der vorherigen Interaktivität für einzelne Jahre. Im Sommer hatte mich noch gestört, dass man auch die RKI-Zählung von „Toten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie“ in der Grafik aufnahm. Nun zeigt es sich als weise, denn Coronatote gibt es kaum noch, was zwei weitere Pressemitteilungen am 30. Oktober und am 13. November untermauerten:

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Auch die Sonderauswertung selbst wurde fortentwickelt und schlüsselt nun das Alter nicht mehr nur in zwei Gruppen ab und bis zu 65 Jahren auf, sondern in 15 zu je fünf Altersjahren. Aus heutiger Sicht war es daher müßig, im ersten Artikel „über die Motive für die Vorgehensweise des Amts (zu) spekulieren“. Denn zum einen fehlt mir für eine solche Einschätzung der persönliche Zugang zur großen Organisation mit mehr als 2.000 Mitarbeitern.

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