FriedensGala der AnStifter: Stuttgarter FriedensPreis 2020 für Julian Assange

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08-12-20 01:55:00,

Demonstration für die Freilassung von Julian Assange

6. Dezember, Theaterhaus, FriedensGala der AnStifter: Verleihung des Stuttgarter FriedensPreises an den im Londoner Hochsicherheits-Gefängnis Belmarsh eingesperrten Julian Assange. So war es geplant. Corona hat das verhindert. Eine vom Internationalen Netzwerk der Assange-Mahnwachen für denselben Tag geplante Kundgebung bot nun die Möglichkeit, Assange Solidarität zu beweisen. Moderne Technik machte es per Live-Stream möglich, die Kundgebung in viele Teile der Welt zu senden.
Peter Grohmann, Gründer der AnStifter, rief den 500 Besuchern in Erinnerung, dass sich die Anstifter mit der Verleihung des FriedensPreises unter anderem an Edward Snowden, Giuliana Sgrena und an Asli Erdogan schon mehrfach für die Freiheit des Wortes eingesetzt haben: „… für Freiheit und Demokratie, für die Einhaltung der Menschenrechte, für die Entrechteten und Gedemütigten weltweit für Menschen wie Julian Assange.“

Am 7. Dezember 2020 ist Julian seit 10 Jahren nicht mehr in Freiheit. Für den 4. Januar 2021 ist die Entscheidung des britischen Gerichts über den Auslieferungsantrag der USA-Regierung angekündigt. Julian Assange befindet sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Ärzte haben dies bestätigt. Stella Morris, Assanges Lebensgefährtin, von London zugeschaltet: „Julian ist schwach. Es geht ihm sehr schlecht. Er wird im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh festgehalten zusammen mit 65 Schwerverbrechern. Von ihnen sind derzeit 23 positiv auf Corona getestet.“ Für Julian sei es eine Horror-Vorstellung in das USA-Sondergefängnis zu kommen; dort werde man lebendig begraben und das sei schlimmer als der elektrische Stuhl. Stella Morris hat bereits an US-Präsident Trump geschrieben und um eine Begnadigung gebeten.

Stella Morris unterstrich, dass es bei der Entscheidung über das Schicksal von Julian Assange um elementare Freiheitsrechte gehe, ebenso wie im Fall Edward Snowden. Es gehe um die Freiheit der Presse. Das Urteil werde weltweite Folgen haben.

Dies unterstrich auch die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel, Die Linke, die als Prozessbeobachterin schon eigene Eindrücke in London sammeln konnte: „Mit Julian Assange sitzen der investigative Journalismus und die Pressefreiheit selbst auf der Anklagebank. Er ist politisch verfolgt als Journalist und Gründer der Plattform Wikileaks.“ Deshalb sei das gesamte Gerichtsverfahren eine Farce: „Julian Assange sollte nicht wie ein Schwerverbrecher behandelt werden, er sollte frei sein und den Friedensnobelpreis für das Aufdecken von US-Kriegsverbrechen erhalten.“

Solidarität von Wallraff bis Gabriel

Aufgrund ihrer Erfahrungen als Prozessbeobachterin erklärte Heike Hänsel, dass dies kein fairer Prozess sei: „Er konnte sich im letzten halben Jahr nur zweimal kurz telefonisch mit seinen Anwälten besprechen,

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