Eine Woche ohne Massen-Medien – Ein Selbstversuch

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14-12-20 03:43:00,

Der vorübergehende Verzicht auf den Konsum großer deutscher Medien hat widersprüchliche Folgen: zum einen Erlösung – zum anderen Beunruhigung: Ohne die tägliche medial verabreichte Dosis Angst erscheint die „Neue Normalität“ noch grauenhafter. Von Tobias Riegel.

Propaganda wirkt. Sie wirkt auch auf medienkritische Menschen, zumindest unterschwellig: Allein durch die stetige Wiederholung von aus dem Zusammenhang gerissenen Informationen wirkt Meinungsmache mehr oder weniger stark auch auf Bürger, die sich ihres Einflusses bewusst sind und die möglicherweise diesen Einfluss bestreiten würden. Die Wirkung der Medienkampagnen steht und fällt mit den Strukturen zur massenhaften Verbreitung der gewünschten Inhalte sowie mit der Unterdrückung und Diffamierung von seriösen Stimmen, die diese Inhalte infrage stellen könnten und mit der Herausstellung unseriöser Vertreter der „Gegenseite“.

Medienkampagnen eskalieren seit Corona

Nochmals gesteigert sind die Bürger seit Beginn der Corona-Episode einem steten Strom dieser medialen Einflussnahme ausgesetzt. Aber deutsche Medienkonsumenten waren bereits vor dem Ausrufen der „Pandemie“ einiges gewöhnt an fehlender journalistischer Seriosität: etwa von den Kampagnen (unter vielen anderen) zu Syrien, zur Ukraine, zu den USA, zu Streiks, zu Mindestlöhnen, zu Krieg und Aufrüstung oder zur „liberalen“ Wirtschaftsordnung.

Aber die Gleichförmigkeit der Inhalte, die Feindschaft gegenüber Andersdenkenden und die Bereitschaft vieler Redakteure, eine verwerfliche Panikmache langfristig und fortgesetzt zu unterstützen, haben seit März noch einmal massiv zugenommen: der Umgang mit absoluten und aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen. Mit irreführenden Begriffen wie „Neuinfektionen“ und „mit Corona verstorben“. Der deutlich sichtbare Wille zur Übertreibung und Panikmache. Der giftige Umgang mit begründeten Bürger-Sorgen vor Überwachung und einem Umbau der Gesellschaft. Der aggressive Umgang mit Skeptikern. Die moralischen Posen, die der Realität nicht standhalten. Die Ignoranz gegenüber Verhältnismäßigkeiten. Die unhaltbare Darstellung einer „Alternativlosigkeit“.

Die Medien und die „Neue Normalität“

Positive Ausnahmen und einzelne seriöse Beiträge bestätigen diesen Befund zum Verhalten der großen deutschen Medien seit Corona. Zu beobachten ist eine weitere Verengung des „erlaubten“ Debattenraums: Wer sich außerhalb dieses Raums bewegt, muss mit der Diffamierung als Spinner oder Nazi rechnen. Innerhalb dieses Raumes werden die Emotionen dagegen möglichst stark angefacht: Emotionale Debatten – wie über den zu recht hoch umstrittenen Maskenzwang – versperren die Sicht auf die momentan bewegten, gigantischen Geldströme oder die langfristigen Tendenzen zur großflächigen Überwachung der Bürger.

Diesem weitgehend gleichförmigen Strom der Meinungsmache in den großen deutschen Medien kann man „in Corona-Zeiten“ noch schwieriger entrinnen als ohnehin schon: Durch die „Flutung“ aller Kanäle mit der „einzig wahren Corona-Lehre“ werden die Skeptiker zu „Leugnern“ einer alternativlosen (und radikalen) Heilslehre erklärt.

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