Die NATO-Kriegs-Strategie und ihre Vorkriegspropaganda

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15-12-20 02:03:00,

Die NATO misst für ihre Meinungsmache mit zweierlei Maß, um die Bevölkerung näher an den nuklearen Untergang heranzuführen: Was die NATO Russland vorwirft, praktiziert der NATO-Staat Türkei seit 1974 auf Zypern. Dennoch werden aktuelle Pläne zur Aufrüstung mit einer „Annexion“ durch Russland begründet. Von Bernhard Trautvetter.

Die NATO erklärt seit Jahren, dass das Handeln Russlands in der Krim-Krise den Bruch markiert, an dem sich für den sogenannten freien Westen ein neues Sicherheitsumfeld ergab. Am 1. April 2014 las man in der Süddeutschen Zeitung:

“Durch die Krim-Annexion habe Moskau die Prinzipien der Partnerschaft untergraben, erklärt die Allianz. Und setzt die militärische Zusammenarbeit mit Russland aus.”

Gebetsmühlenartig hämmern die Militärs ihre Narrative in die Gehirne der Menschen, um ihre Hochrüstung, ihre Abschreckungs- und Kriegsstrategie-Planung vor der Öffentlichkeit und den Verantwortlichen in den Staatsführungen zu rechtfertigen, wie die WELT am 8.11.2017 berichtete:

“Rund drei Jahrzehnte nach Ende des Kalten Krieges verstärkt die NATO erstmals wieder ihre Kommandostrukturen. Die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten berieten in Brüssel über die Pläne für den Aufbau von zwei neuen Hauptquartieren. Sie sind Reaktion auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands. ‚Die Kommandostruktur muss sich verändern, wenn sich das Sicherheitsumfeld verändert‘, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg.”

Hierbei geht es nicht nur um Kommando-Strukturen, sondern auch Rüstungsprogramme, denen sich auch noch die Europäische Union anschloss: Der sogenannte Europäische Vereidigungsfonds, die militärische Kooperation von EU-Staaten im Pesco-Pakt, EU-Battlegroups und weitere Militär-Projekte wie die militärische Mobilität, all das ist darauf gerichtet, gemeinsam mit der NATO das EU-Gebiet zu „verteidigen“. Der Blick auf die Landkarte macht deutlich: Diese Militarisierung richtet sich gegen Russland. Erhärtet wird dies durch verschiedene NATO- und Bundeswehr-Strategiepapiere wie dieses zur NATO-Vorne-Präsenz EWFP:

“Als Reaktion auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland und eine fortgesetzte Destabilisierung der Ukraine wurde auf dem NATO-Gipfel in Warschau im Juli 2016 beschlossen, ab 2017 im Rahmen der Enhanced Forward Presence (EFP) in den drei baltischen Staaten und in Polen jeweils … eine sogenannte Battlegroup einzusetzen.”

Die NATO-Propaganda rechtfertigt mit der Krim auch noch die nukleare Hochrüstung, wie Medien berichten:

“… so bestätigen die Experten: Ein neuer Präsident könnte das Arsenal schnell ausbauen und aufstocken. Auslöser für das Wettrüsten: Die Ukraine-Krise.”

Die NATO hatte demgegenüber die von ihr ‘Modernisierung’ genannte Weiterentwicklung der nuklearen Arsenale in Europa schon lange vor der Zuspitzung der Ukraine-Krise beschlossen,

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