Die nützliche Katastrophe

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15-12-20 02:20:00,

Die WHO soll hauptsächlich dazu beitragen, die öffentliche Gesundheit zu fördern und weltweit Krankheiten einzudämmen, besonders Infektionskrankheiten. Deshalb erschien es auch zunächst für viele Menschen verständlich, dass die WHO kurz nach ersten alarmierenden Meldungen über neue Covid-19-Erkrankungen mit Empfehlungen für Schutzmaßnahmen reagierte. Als nach Angaben der Organisation innerhalb von zwei Wochen weltweit offiziell 4.291 Menschen an Covid-19 gestorben waren, wurde die Krankheit zur Pandemie hochgestuft.

Zum Vergleich: Eines natürlichen Todes sterben weltweit innerhalb von 2 Wochen ca. 3,5 Millionen Menschen, also mehr mal 800 Mal so viel.

Was hat die WHO zu dieser sehr eiligen Entscheidung veranlasst? Welche Akteure haben daran warum mitgewirkt?

Wie jede Organisation muss auch die WHO ihre Arbeit finanzieren. Dafür stehen ihr zwei hauptsächliche Finanzierungsquellen zur Verfügung: feste Pflichtbeiträge ihrer 194 Mitgliedsstaaten. Aus den Pflichtbeiträgen stammen heute nur noch etwa 20 Prozent des Gesamtbudgets der WHO. Die zweite Finanzierungsquelle sind freiwillige Beitragszahlungen und Zuwendungen. 80 Prozent ihrer Gelder erhält die Organisation aus Spenden von den Mitgliedstaaten und von privaten Stiftungen oder von Pharma-Unternehmen.

Ein Großteil dieser Spenden — 2020/2021: rund 4,8 Milliarden US-Dollar — sind zweckgebunden. Denn selbstverständlich beeinflussen die finanzierenden Konzerne und Stiftungen, wofür ihre Gelder verwendet werden. Dies bestätigt auch eine ZDF-Dokumentation vom Mai 2020: Der „Spender legt fest, wofür die WHO dieses Geld ausgeben darf. Also welche Forschung gefördert wird, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen werden und in welchem Land.“

Ebenfalls bereits ein Jahr vor der „Coronapandemie“ bestätigten die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages:

„In der Vergangenheit sah sich die WHO zunehmend Kritik ausgesetzt, wonach externe nicht-staatliche Akteure wie Unternehmen oder Stiftungen Einfluss auf das operative und normative Geschäft der WHO ausübten und diese für ihre eigenen Zwecke instrumentalisierten.“

Welche Folgen diese Art der Finanzierung hat, wurde in einem Beitrag im Deutschlandfunk 2017 so beschrieben:

„In der Folge ist die Fähigkeit der WHO, öffentliche Gesundheit weltweit zu sichern, dramatisch gesunken: Auf Druck der Geldgeber konzentriert sich die Organisation auf den technokratischen Kampf gegen Infektionskrankheiten.“

Über diesen Mechanismus der Finanzierung wird also zugleich bestimmt, wofür das Geld ausgegeben wird und wer davon profitiert.

Gilt also: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“?

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