E-Mobilität: Irrsinn mit Methode – egon-w-kreutzer.de

e-mobilitat:-irrsinn-mit-methode-–-egon-w-kreutzer.de

15-12-20 01:56:00,

Peter – Milchmädchen – Altmaier begeistert sich für die so genannte Spitzenglättung.

Den Floh haben ihm die Stromversorger ins Ohr gesetzt, die längst wissen, dass die Abschaltung von Kern- und Kohlekraftwerken erhebliche Risiken für die Stabilität der Stromversorgung mit sich bringt, die mit dem zügigen Ausbau der E-Mobilität noch einmal auf ein nicht mehr beherrschbares Niveau gehebelt werden.

Großverbraucher, deren Stromkosten in hohem Maße von der in Anspruch genommenen Spitzenlast beeinflusst werden, haben solche Einrichtungen schon sehr lange installiert. Erreicht der Stromverbrauch im Laufe des Tages einen kritischen Höchstwert, dann werden „unkritische“ Verbraucher für ein paar Sekunden oder Minuten abgeschaltet. Was „unkritische“ Verbraucher sind, entscheidet das Unternehmen allerdings selbst und es entscheidet, über die Reihenfolge, in der bestimmte Verbraucher abgeschaltet werden, um den Schaden durch Unterbrechung der Stromversorgung so gering wie möglich zu halten. So bleibt es zum Beispiel nahezu folgenlos, wenn die Gargeräte in der Küche der Betriebskantine für ein paar Minuten abgeschaltet werden, während die Abschaltung der IT-Netze katastrophale Folgen haben könnte.

Die Stromversorger haben nun den Gedanken entwickelt, die Ladeinfrastruktur der E-Mobilität dann vom Netz zu trennen, wenn der produzierte Strom im europäischen Verbundnetz nicht ausreicht, um alle Abnehmer damit zu versorgen. Strommangel, wie er hier erwartet wird, kann nämlich relativ schnell zu großflächigen Blackouts führen, wobei ein auf Wind- und Sonnenstrom basierendes Netz nur unter größten Schwierigkeiten und in einem mehrtägigen Prozess wieder hochgefahren werden kann.

Das ist die eine Seite.

Die andere Seite sieht Peter – Milchmädchen – Altmaier in der Rolle des Förderers der E-Mobilität. Da freut er sich mit, wenn die Hersteller verkünden, dass die Ladezeiten bald massiv verkürzt werden können, weil Autos, deren Betankung mehrere Stunden in Anspruch nimmt, von jenen Kunden, die vorher denken, überhaupt nicht angenommen werden. Also bringt VW für den iD3 jetzt das Laden mit 170 Kilowatt auf den Markt. Abgesehen davon, dass kaum irgendwo Leitungen liegen, weder im Einfamilienhaus, noch an öffentlichen Straßen, Parkplätzen und Autobahn-Raststätten, deren Querschnitt und Absicherung so bemessen ist, dass, wenn die 170 Kilowatt angefordert werden, weder die Sicherung rausfliegt, noch das Kabel in Brand gerät, bedeutet das gleichzeitige Laden von nur 20 iD3 mit der 170 Kilowatt Ladefähigeit bereits eine Last von 3,4 Megawatt. Das ist die Leistung einer großen Windturbine – falls denn der Wind weht.

Für die Zukunft der E-Mobilität lässt sich also eine Vorhersage machen,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: