Die Lügenmaschine

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16-12-20 03:55:00,

Die mediale Desinformationskampagne gegen den syrischen Präsidenten Assad dürfte die bisher größte ihrer Art gewesen sein — und sie war so erfolgreich, dass noch heute jeder im Mainstream an das Märchen vom bösen Diktator glaubt, der seinem eigenen Volk mit Giftgas und Fassbomben an den Kragen will. Auch viele durchaus kritikfähige Menschen — darunter „unsere“ Frau Merkel — fielen dieser Täuschung anheim, weil man sich als ehrlicher Mensch einfach nicht vorstellen kann, so gezielt, systematisch und in breiter Front von „kompetenter“ Seite belogen zu werden.

Der amerikanische Investigativjournalist Robert Parry hat die Umwandlung der amerikanischen Medien von respektablen journalistischen Instanzen hin zu den interessengeleiteten Propagandaorganen, die sie heute sind, aus nächster Nähe miterlebt und schildert diese Vorgänge im historischen Kontext — in diesem letzten Artikel vor seinem plötzlichen Tod am 27. Januar 2018. Das von ihm 1995 gegründete Onlinemagazin Consortiumnews.com ist noch heute eine lesenswerte Nachrichtenquelle und eine der ganz wenigen, die über den Assange-Prozess berichtet haben.

Zuerst publiziert am 31. Dezember 2017

von Robert Parry

Den Lesern, die Consortium News als tägliche Nachrichtenquelle verwenden, gilt meine Entschuldigung für unsere unregelmäßigen Beiträge der letzten Tage. Am Weihnachtsabend erlitt ich einen Schlaganfall, der mein Sehvermögen beeinträchtigt hat — besonders das Lesen, und damit auch das Schreiben —, wenn auch offenbar sonst nicht viel betroffen ist. Auch die Ärzte haben noch nicht genau herausgefunden, was passiert ist, denn ich hatte noch nie einen hohen Blutdruck, habe niemals geraucht, und mein letzter Gesundheitscheck war unauffällig. Vielleicht hat es etwas mit meinem Slogan „Jeder Tag ist ein Arbeitstag“ zu tun.

Vielleicht war ein Faktor auch die gnadenlose Hässlichkeit, zu der sich das offizielle Washington und der Journalismus in unserem Land entwickelt haben. Es scheint, dass, seit ich 1977 als Korrespondent für die Associated Press (1) in Washington angefangen habe, die Dekadenz in Amerikas Demokratie und Journalismus stetig zugenommen hat.

Auf verschiedene Arten haben die Republikaner in der Zeit nach Watergate den bösartigen Propagandakrieg eskaliert, um nicht zugeben zu müssen, dass Nixon sich einige außerordentliche Vergehen hatte zuschulden kommen lassen, darunter 1968 die Sabotage von Präsident Johnsons Friedensverhandlungen mit Vietnam, die Nixons Wahlkampf zugutekam, und dann später die schmutzigen politischen Tricks und Vertuschungsmanöver, zu denen auch Watergate gehörte.

Anstatt sich mit der Tatsache von Nixons Schuld abzufinden,

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