Intellektuelle Bankrotterklärung

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17-12-20 04:19:00,

Seit dem Sommer 2020 gehen in Deutschland die Menschen in sehr großer Zahl auf die Straßen, um gegen die vollkommen unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen und die drastischen Beschneidungen ihrer Grundrechte zu demonstrieren. Dabei ist auffällig, dass sich eine bestimmte Bevölkerungsgruppe durch Absenz beziehungsweise Regierungs- und Mainstreamtreue hervortut: unsere Intellektuellen, die offenkundig von kritischen Geistern zu einer indolenten Schafherde mutiert sind. Dabei sind zwei Grundmuster zu erkennen: Einige Intellektuelle ziehen sich auf die Position zurück, dass ihnen als medizinischen Laien angesichts des Streits zweier Gruppen von Wissenschaftlern eine eigene Beurteilung des Corona-Kasus schlichtweg unmöglich sei; und andere geben deutlich zu erkennen, dass sie dem Corona-Köhlerglauben erliegen.

Betrachten wir hierzu zwei prominente Beispiele: Am 15. November des sich nun seinem Ende nähernden Annus horribilis erklärte der bekannte Publizist Henryk M. Broder in einem Gespräch mit dem Autor und Philosophie-Blogger Gunnar Kaiser in Bezug auf die Corona-Kritiker Ken Jebsen („KenFM“) und Michael Wendler, die Broder als Verschwörungstheoretiker einstuft:

„Aber ich denke, das sind arme Schweine, und die sitzen da und haben Angst, genauso wie ich, und suchen verzweifelt nach einer Erklärung. Und es gibt keine rationale Erklärung. Es gibt keine rationale Erklärung. Und ich find‘s ja toll, dass sich Experten, Virologen, Epidemiologen uneinig sind. Man kann da auch nicht einer Meinung sein. Und ich weiß auch nicht, ob einer unrecht hat, es kann sein, dass sie alle recht haben, aber der eine nur dienstags und der andere nur Freitagvormittag (…) Ich bin da vollkommen ratlos“ (1).

Als der Philosoph Peter Sloterdijk im Rahmen eines Interviews mit der Berliner Zeitung am 5. September dieses Jahres gefragt wurde, ob er das von der Stadt Berlin ausgesprochene Verbot von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen — das schließlich wieder aufgehoben wurde — nachvollziehbar fände, gab er folgende Antwort:

„Nicht nur nachvollziehbar, sogar unvermeidlich angesichts der Tatsache, dass solche Demonstranten zusammenkommen, um gegen die Hygienevorschriften nicht nur zu protestieren, sondern um gegen sie zu verstoßen. Ich kann diese Leute nicht verstehen (…) Ich kann mir nicht vorstellen, was einen Menschen dazu bringen kann, ans Brandenburger Tor zu gehen und zu rufen: ,Ich glaube nicht an die Corona-Gefahr.‘ Das kommt mir so vor, als würden Globalisierungsgegner verkünden, dass sie mit der Erdrotation nicht einverstanden sind. Auch mir wäre es lieber, es gäbe Pandemien nicht, doch was gegenwärtig in den USA,

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