Anti-Spiegel bei Putins Jahrespressekonferenz – Erster Erlebnisbericht | Anti-Spiegel

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18-12-20 11:37:00,

Da viele Leser nicht nur interessiert, was Putin bei der Pressekonferenz gesagt hat, sondern auch, wie es dort abläuft, will ich meine Berichterstattung darüber mit einem kurzen Erlebnisbericht beginnen.

Der Flug von Petersburg nach Moskau war so unspektakulär, wie jeder andere kurze Flug auch. Die russischen Airlines haben hochmoderne Flotten, die alten sowjetischen Flugzeuge sind längst ausgemustert. Allerdings war ich überrascht, dass die Flugzeuge voll waren. Inzwischen ist zumindest der Inlandsflugverkehr in Russland zur Normalität zurückgekehrt. Ich kann nicht sagen, ob es derzeit weniger Inlandsflüge gibt, als vor Corona, aber auf den Flughäfen war viel los und die Flüge waren ausgebucht. Natürlich herrscht aber im Terminal und in den Flugzeugen Maskenpflicht, die auch weitestgehend eingehalten wird.

In Moskau brauchte ich vom Flughafen zum Hotel noch eineinhalb Stunden, die legendären Moskauer Staus haben auch abends nach 21 Uhr noch nicht aufgehört. Auch das Hotel war modern, es war ein neues Holliday Inn.

Am nächsten Morgen bin ich dann zum Veranstaltungsort gefahren, wo ich zunächst meine Eintrittskarte in Form einer Plastikkarte mit Chip bekommen habe, mit der ich dann zur eigentlichen Veranstaltung gekommen bin. Das war – wie im letzten Jahr – hervorragend organisiert, es gab keine Warteschlangen, ich hatte die Karte in weniger als einer Minute in der Hand.

Danach habe ich mir am kalten Buffet noch einen Kaffee und ein kleines Frühstück geholt und bin dann zur Warteschlange vor den Eingängen in den Saal gegangen. Da habe ich fast zwei Stunden gewartet, aber aus meiner Erfahrung aus dem letzten Jahr weiß ich, dass die Plätze im Saal nicht für alle reichen und ich wollte mir die Pressekonferenz natürlich nicht aus dem Pressezentrum anschauen, sondern zumindest eine kleine Chance haben, auch tatsächlich meine Frage zu stellen. Also habe ich mir einen „Startplatz“ in der ersten Reihe gesichert und tatsächlich einen guten Platz in der Mitte des Saales ergattert. Geholfen hat es leider nichts, es gab viel mehr Journalisten, als Fragen möglich waren und ich bin leider nicht an die Reihe gekommen.

Da haben wir dann noch einmal eine Stunde gewartet, bis es tatsächlich losging. Die Pressekonferenz hat sich fast ausschließlich mit innenpolitischen Themen beschäftigt. Die Journalisten haben nach der wirtschaftlichen Entwicklung gefragt, und nach den Corona-Hilfen. In vielen russischen Regionen gibt es offenbar Probleme mit den Auszahlungen von Hilfen für Familien und auch mit den Bonuszahlungen,

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