Jahrespressekonferenz: Putin über die russische Unterstützung für den Donbass | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-putin-uber-die-russische-unterstutzung-fur-den-donbass-|-anti-spiegel

18-12-20 02:08:00,

Der Spiegel hat in einem Artikel über mehrere Themen von Putins Jahrespressekonferenz berichtet und in der Überschrift die russische Unterstützung für den Donbass zum Thema gemacht. Daher übersetze ich Putins Antwort zu dem komplett und wir vergleichen sie mit den Aussagen im Spiegel.

Den Spiegel-Artikel mit der Überschrift „Putins große Jahrespressekonferenz – Russland will Separatisten in der Ostukraine stärker unterstützen“ werden wir in den nächsten Tagen noch öfter anschauen, da der Spiegel dort über mehrere Antworten Putins auf der Jahrespressekonferenz berichtet hat. Hier schauen wir uns zunächst das Thema Donbass und Ukraine an, dann die Aussagen Putins und anschließend, was der Spiegel berichtet hat.

Beim Thema Ukraine und Donbass haben wir es mit einem komplexen Thema zu tun, in dessen Kern das Abkommen von Minsk steckt. Westliche Medien und Politiker werfen Russland immer vor, gegen das Abkommen zu verstoßen. Das ist schon deshalb Blödsinn, weil Russland in dem Abkommen weder genannt wird, noch das Abkommen als Partei unterzeichnet hat. Wie kann man gegen ein Abkommen verstoßen, in dem man gar nicht Vertragspartei ist, in dem man nicht erwähnt wird und in dem an einen keine Forderungen gestellt werden? Die Details des Abkommens finden Sie hier.

Es ist in Wahrheit Kiew, das gegen zehn der dreizehn Punkte des Abkommens verstößt, denn in dem Abkommen hat sich Kiew zu Schritten verpflichtet, die dann wiederum Schritte der Rebellen zur Folge haben sollen und in dieser Kombination dann zu einem Ende des Bürgerkriegs führen sollen. Aber Kiew hat keinen einzigen der versprochenen Schritte umgesetzt. Daher gab es bei dem Treffen im Normandie-Formats vor einem Jahr auch keinen Durchbruch, obwohl Selensky bei seiner Wahl mit dem Versprechen angetreten ist, den Konflikt zu lösen. Aber schon direkt nach dem Treffen ist er wieder zurückgerudert und hat die wenigen Einigungen bereits wieder in Frage gestellt. Mehr noch: Inzwischen gibt es in Kiew immer häufiger Stimmen von Regierungsmitgliedern, die das Abkommen umschreiben wollen, anstatt es umzusetzen. Das jedoch wird nicht nur von Russland abgelehnt, sondern auch von Deutschland und Frankreich, die das Abkommen zusammen mit Russland ausgehandelt haben.

Um dieses Thema ging es bei der Frage einer Journalistin aus Rostow am Don, der russischen Grenzregion zum Donbass, wo man die Folgen des Krieges jenseits der Grenze deutlich zu spüren bekommt.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: