Öffentlich-rechtliche Krisengeilheit: Deutsche Studie zeigt, wie ARD und ZDF COVID-19 inszenieren

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18-12-20 08:06:00,

December 16, 2020

“Hyperbolische Krisenrhetorik”, das ist wohl der zentrale Begriff in der Studie von Dennis Gräf und Martin Hennig mit dem Namen “Die Verengung der Welt. Zur medialen Konstruktion Deutschlands unter COVID-19 anhand der Formate ARD Extra – Die Coronalage und ZDF Spezial”. Hyperbolische Krisenrhetorik, also Krisenrhetorik, die sich weit vom Normalen entfernt hat, die eine massive Übertreibung darstellt, sie steht im Zentrum nicht nur des Beitrags von Hennig und Graf, sie steht auch im Zentrum dessen, was ARD und ZDF täglich inszenieren, als angebliche Berichterstattung über die Krise, die SARS-CoV-2 sein soll.

Gräf und Hennig haben semiotisch untersucht, wie ARD und ZDF versuchen, ihre Konsumenten zu manipulieren, ihnen eine Realität vorzuinszenieren, die ein übertriebenes Zerrbild der Wirklichkeit ist. Eine semiotische Perspektive an Fernsehsendungen heranzutragen, das bedeutet, jede Auswahl im gewählten Zeichensystem, jede bildliche und sprachliche Darstellung als bewusste Wahl von signifikanter Bedeutung anzusehen. Das macht ARD Extra und ZDF spezial zu intentionalen Formaten, die Zuschauern ein bestimmtes, ein systematisches Bild vermitteln und andere Bilder gar nicht erst zulassen sollen.

Konsumenten von ARD und ZDF sollen den Eindruck gewinnen, dass

  • eine monumentale Krise vorhanden ist,
  • eine Regierung hingebungsvoll gegen das fiese Virus kämpft,
  • Maßnahmen mit individuellem Leid verbunden sind, das jedoch für das größere Ganze hingenommen werden muss (wie im Zweiten Weltkrieg),
  • Kritik an Maßnahmen geduldet wird, aber keinerlei Kritik am “großen Ganzen”, an der generellen Notwendigkeit oder dem Sinn der gewählten Maßnahmen geduldet wird;

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Diese Ergebnisse, die wir natürlich in unsere Sprache übersetzt haben, berichten Gräf und Hennig am Ende einer Auswertung von 42 Sondersendungen ZDF spezial und 51 Sondersendungen ARD Extra, die im Zeitraum von 15 Wochen, beginnend im März 2020 angefallen sind. Schon diese Menge an “Sondersendungen” zeigt, dass das Außergewöhnliche von ZDF und ARD zur Normalität erklärt werden soll, was nicht ohne die dazugehörige geistige Bornierung möglich ist, denn allein die Platzierung von Sondersendungen, zusätzlich zum eigentlichen Angebot unter Verdrängung der zum Zeitpunkt eigentlich geplanten Sendungen resultiert in einer Verarmung des Angebots:

“Damit geht das einher, was wir bereits im Titel unseres Beitrags als Verengung der Welt bezeichnen möchten: Wenn nahezu täglich das Exzeptionelle zum neuen Regelfall stilisiert wird, dann findet damit zwangsläufig eine lebensweltliche und auch idelogische Engführung statt,

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