Auch Norbert Häring empfiehlt “Die im Dunkeln sieht man nicht”

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19-12-20 02:26:00,

Hier seine Buchempfehlung mit Leseprobe: Die Diskussion um die Corona-Maßnahmen konzentriert sich auf Gesundheitsaspekte und die Verluste der Unternehmen, vor allem der großen. Die Not, die dadurch für viele Menschen in ihren Familien und ihrem Erwerbsleben geschaffen wird, bleibt weitgehend ohne Stimme und unsichtbar. Um das zu ändern haben sich die Nachdenkseiten als Sprachrohr für die sonst Stimmlosen zur Verfügung gestellt.

Das Ergebnis ist ein Buch mit 70 Zeitzeugenberichten, zumeist von selbst Betroffenen, aber auch von Ärzten und Psychologen, ergänzt um Texte der Nachdenkseiten zu den Corona-Maßnahmen. Es ist kein Buch, das ein Urteil fällt und verlangt. Es will nur etwas in die Waagschale legen, was für ein abgewogenes Urteil nicht unbeachtet bleiben darf. Das gelingt. Alle, die irgendwie mit der Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen zu tun haben, oder sich aus einer komfortablen Home-Office-Situation heraus ein Urteil bilden, sollten es unbedingt zur Hand nehmen.

Wer es tut, versteht und fühlt, dass es bei der Abwägung, welche Maßnahmen (Angst-Erzeugen auch als Maßnahme verstanden), angemessen und verhältnismäßig sind, um viel mehr geht als um die Frage, ob man zum Friseur oder Fitness-Center oder in das Kaufhaus darf und ob man eine Maske tragen muss. Drei (im Buch aufeinander folgende) Berichte als Leseprobe:

Betreff: Dokumentation Risiken und Nebenwirkungen

Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,

Ihrem Aufruf über die harten und unbemerkten Folgen der Corona-Politik folge ich gerne.

Erstes Beispiel: Ich bin 49 Jahre alt und alleinerziehende, berufstätige (25 Wochenstunden) Mutter eines 15-jährigen Sohnes. In den letzten 15 Jahren war mein Leben belastend und voll, aber machbar. Ich will es mal mit folgendem Bild beschreiben: Ich jongliere zwar mehr Kugeln in meinem Leben, als es entspannt für mich möglich ist, aber ich kann sie in der Luft halten (Kind, Haushalt, Garten, Arbeit, alte Eltern, Freizeit) und es funktioniert.

Das hat sich mit den Lockdown-Maßnahmen geändert. Ich habe während des Lockdowns im Home-Office gearbeitet (was ich ohnehin seit 15 Jahren tue und für mich nichts Neues ist), dazu kam ein Teenager zuhause, der sich nicht mehr getraut hat, das Haus zu verlassen, weil auf allen Kanälen »Bleibt zuhause« gebrüllt wurde, und zwei Wochen lang sein Bett nur zum Essen und zur Toilette verlassen hat. Ich hatte Angst, er entwickelt eine Depression, und habe ihn dann Gott sei Dank dazu bewegen können,

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