Jahrespressekonferenz: Putins Antwort auf die Frage der BBC, ob Russland eine weiße Weste hat | Anti-Spiegel

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19-12-20 05:46:00,

Auf der Jahrespressekonferenz hat der Korrespondent der BBC die Frage gestellt, ob Russland für die Verschlechterung der Beziehungen zum Westen verantwortlich ist, oder ob Russland eine weiße Weste hat. Putins Antwort war ein Rundumschlag gegen die Politik des Westens.

In der Frage ging es unter anderem auch um Abrüstungsverträge, sollten Sie für Hintergrundinformationen zu dem Thema interessieren, finden Sie hier eine Zusammenfassung der Abrüstungsverträge, die es früher einmal gegeben hat, bevor die USA sie einen nach dem anderen gekündigt haben. Und Informationen zum Open Skies Vertrag finden Sie hier.

Nun zur Frage des BBC-Korrespondenten und zu Putins Antwort, die ich beide komplett übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Steve Rosenberg: Steve Rosenberg, BBC News.

Herr Präsident, der Ausdruck „neuer Kalter Krieg“ wird zunehmend im Bezug auf Russland und den Westen verwendet. Und wir hören, wie Russland regelmäßig äußere Kräfte für diese Spannungen verantwortlich macht: Mal Amerika, mal Großbritannien, dann die NATO. Aber glauben Sie nicht, dass Sie in den 20 Jahren, die Sie an der Macht sind, dass Sie für den beklagenswerten Zustand dieser Beziehungen einen Teil der Verantwortung tragen, insbesondere vor dem Hintergrund der russischen Aktionen in den letzten Jahren, von der Annexion der Krim bis zum Einsatz chemischer Waffen in der britischen Stadt Salisbury? Oder hat die russische Regierung eine weiße Weste?

Und zum Thema chemische Waffen. Haben Sie den Bellingcat-Bericht gelesen, der sehr detailliert erzählt und aufzeigt, dass der russische Staat hinter dem Mordanschlag auf Alexei Nawalny steckt? Vielen Dank.

Wladimir Putin: Ich habe bereits über das Attentat auf unseren bekannten Blogger gesprochen. Ich kann nur noch hinzufügen, was ohnehin immer wieder gesagt wurde. Wir sind bereit zu ermitteln. Wenn irgendjemand irgendwelche Informationen hat, dass chemische Waffen verwendet wurden, in diesem Fall „Nowitschok“ – worüber die ganze Zeit gesprochen wird -, bitten wir Sie, uns diese Informationen zu geben. Wir haben unseren Spezialisten vorgeschlagen, hinzufahren: nach Deutschland, Schweden, Frankreich und gemeinsam mit den Kollegen vor Ort dieses Problem zu lösen. Oder wir bitten Sie, zu uns zu kommen, biologisches Material mitzubringen und uns zumindest ein offizielles Untersuchungsergebnis zu geben.

Steven, können Sie mir erklären, warum man uns trotz wiederholter Rechtshilfegesuche der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation immer noch keine offiziellen Untersuchungsergebnisse gibt? Die deutsche Regierung hat das gesamte Material an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen übergeben,

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