Über die ignorierten Kollateralschäden von Lockdowns

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22-12-20 05:37:00,

Maßnahmen gegen die Pandemie müssen gegen die negativen Folgen abgewogen werden – was zu wenig geschieht. Etwa mit Blick auf Akuterkrankungen, Minderjährige und Suchtverhalten. (Teil 2)

Ab dem 16. Dezember wurde von den Regierungen ein “harter Lockdown” verhängt, der zunächst bis zum 10. Januar gelten soll. In einer Serie von drei Artikeln werden die wissenschaftlichen Begründungen genauer beleuchtet. Im ersten Artikel werden die fehlenden wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit von Lockdowns thematisiert. Im zweiten Artikel werden die in den Stellungnahmen der Fachgesellschaften und den Regierungserklärungen ignorierten Kollateralschäden von Lockdowns beschrieben, welche inzwischen durch zahlreichen Studien belegt sind. Im dritten Artikel wird anhand einer kritischen Diskussion der vom Robert-Koch Institut veröffentlichten Corona-Fallzahlen beleuchtet, inwiefern eine Angst in der Größenordnung, wie sie von den Regierungen, den Medien und manchen Wissenschaftlern vermittelt wird, wirklich gerechtfertigt ist.

Teil 1: Über die fehlenden wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit
Es folgt:
Teil 3: Warum wir eigentlich keine extremen Ängste haben müssen

Am dem 16. Dezember wurde das öffentliche Leben in Deutschland erneut drastisch heruntergefahren. Der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf musste schließen, Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, weiterhin gelten strikte Kontaktbeschränkungen. Empfohlen hatte einen solchen “harten Lockdown” unter anderem die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in ihrer 7. Ad-hoc-Stellungnahme.

Liest man als Wissenschaftler die Stellungnahme der Leopoldina oder hört man sich die darauf aufbauenden Begründungen in den Regierungserklärungen an, stellt sich ein großes Befremden ein: Bei der Verordnung von Maßnahmen für Millionen von Menschen würde man eigentlich nicht nur davon ausgehen, dass geprüft wurde, inwiefern die Wirksamkeit einer Maßnahme als wissenschaftlich gesichert gilt (für diesbezügliche Probleme siehe der erste Artikel dieser Serie zu den wissenschaftlichen Begründungen des “harten Lockdowns”: Die fehlenden wissenschaftlichen Nachweise zur Wirksamkeit). Vielmehr würde man weiterhin erwarten, dass auch die möglichen Kollateralschäden einer Maßnahme geprüft, und der Nutzen einer Maßnahme gegenüber den Nebenwirkungen abgewogen wurde. Eine Maßnahme kann nur dann empfohlen werden, wenn deren Nutzen die Nebenwirkungen überwiegt.

Problematischerweise werden sowohl in der Stellungnahme der Leopoldina als auch in den Regierungserklärungen zur Verordnung des Lockdowns die umfangreichen Kollateralschäden eines harten Lockdowns auf der Ebene der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit komplett ignoriert, welche inzwischen in zahlreichen Studien belegt sind. Die Stellungnahme der Leopoldina sowie das Handeln der Regierungen verletzt damit die Prinzipien einer evidenzbasierten Medizin.

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