Deutscher UNO-Botschafter Christoph Heusgen – Der diplomatische Supergau | Anti-Spiegel

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23-12-20 10:22:00,

Deutschland hat sich von seinen zwei Jahren als vorübergehendes Mitglied im UN-Sicherheitsrat eine Verbesserung seiner Chancen auf einen ständigen Sitz in dem Gremium gemacht. Das dürfte nichts werden und der deutsche UNO-Botschafter trägt daran einen beträchtlichen Teil der Schuld, wie er nun noch einmal eindrücklich gezeigt hat.

Ich habe schon gestern berichtet, dass Deutschland die zwei Jahre als vorübergehendes Mitglied im UN-Sicherheitsrat genutzt hat, um viel internationales Renommee zu verspielen. Wieviel davon auf direkte Anweisung aus Berlin geschehen ist und wieviel diplomatisches Porzellan der deutsche UNO-Botschafter in Eigenregie zerschlagen hat, ist nur schwer zu erraten. Sicher bekommt er aus Berlin die Vorgaben, wie er abzustimmen hat. Aber Berlin wird ihm kaum seine Reden schreiben, mit denen er sich persönlich und auch Deutschland auf der internationalen Bühne sehr geschadet hat. Selbst wenn die Reden und Auftritte in dem Gremium seine Verantwortung sind, hat Berlin ihn jedoch offensichtlich die ganze Zeit gewähren lassen. Deutschlands internationaler Ruf hat schwer gelitten

Heusgen hat sich als in der UNO Pitbull aufgespielt, der stramm die anti-russische und anti-chinesische Linie der USA verfolgt hat. Es mag auch die Linie des offiziellen Berlin sein, aber dann dürfte Berlin an seinem angeblichen Ziel, ein ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates zu werden, kein Interesse haben, denn mit seinen Auftritten hat Heusgen nicht nur China und Russland bis auf´s Blut verärgert, sondern auch im nicht-transatlantischen Teil der Welt viel Unverständnis hervorgerufen. Dort galt Deutschland bisher als beliebter Vermittler, das dürfte vorbei sein.

Vorbei sind die Zeiten, als Deutschland sich den US-Forderungen widersetzt hat, die Bundeswehr am Vietnamkrieg teilnehmen zu lassen. Vorbei sind die Zeiten, als Helmut Schmidt US-Präsident Carter Paroli geboten hat. Vorbei sind die Zeiten, als Helmut Kohl einen Krieg in Jugoslawien um jeden Preis gegen alle Wünsche der USA verhindert hätte und vorbei sind die Zeiten, als ein Gerhard Schröder sich offen gegen die USA gestellt hat, als es um den Irakkrieg ging. Heute folgt Deutschland den USA blind und die USA sind außerhalb der westlichen Welt ausgesprochen unbeliebt, wie jeder, der Mal in diesen Teilen der Welt gewesen ist und mit den Menschen gesprochen hat, bestätigen kann. Was das für Deutschlands über Jahrzehnte aufgebaute Reputation in der Welt bedeutet, kann sich jeder an zwei Fingern abzählen.

Wie unbeliebt Heusgen sich (und damit auch Deutschland) gemacht hat, konnte man schon vor ca.

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