Wir alle sind China? Wir schaffen das! | Von Hermann Ploppa | KenFM.de

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25-12-20 08:04:00,

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Warum der Versuch, China nachzueifern, zum Scheitern verurteilt ist

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Der Westen entwickelt zunehmend ein Minderwertigkeitsgefühl gegenüber der Volksrepublik China. Die Modernisierung des Staates und die Digitalisierung der Gesellschaft lässt die weisen Staatenlenker der angloamerikanischen Wertegemeinschaft vor Neid erblassen. Schon recht früh in der Corona-Krise stellten amerikanische Strategen fest, dass die USA in der 5G-Technologie nicht mehr mit dem Reich der Mitte konkurrieren können. Deswegen engagierte der Gouverneur von New York Andrew Cuomo in diesem Frühjahr den ehemaligen Chefentwickler des Internet-Giganten Google Eric Schmidt, um den Ostküstenstaat nach chinesischem Vorbild umzuwandeln.

Eine öffentliche Debatte, ob die New Yorker eine solche Umkrempelung von Behörden, Schulen und Krankenhäusern überhaupt wünschten, unterblieb. In guter postdemokratischer Manier trafen sich weise Männer hinter verschlossenen Türen und ließen nur Bruchstücke der Debatte in die Öffentlichkeit rieseln. Es besteht mittlerweile kaum noch begründeter Zweifel, dass im Rahmen des vom Weltwirtschaftsforums und dem Internationalen Währungsfond angestoßenen Great Reset-Programms Elemente chinesischer Regierungskunst auf westliche Fassadendemokratien übertragen werden sollen. Oder sagen wir zutreffender: übergestülpt und aufgepfropft werden sollen.

Kann man einem Apfelbaum Kirschzweige aufpfropfen?

Auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bereits den Gedanken fallen lassen, dass das chinesische Modell uns in Bälde alt erscheinen lassen könnte. Darum sollen im Windschatten der Corona-Krise im Instant-Verfahren nach chinesischem Vorbild 5G-Netze möglichst dicht die deutsche Landschaft verschandeln und Bundesbürger verstrahlen. Deswegen sollen unsere Städte möglichst rasch in Smart Cities verwandelt werden – mit digitaler Totalüberwachung, mit roboterisiertem Lieferservice anstelle von Tante Emma-Läden. Mit minutiöser Nachverfolgung aller unserer Kommunikationen. Denn demokratische Wahlen brauchen wir dann nicht mehr – man weiß ja schon aus unseren digitalen Schmauchspuren, was wir wünschen und was wir verabscheuen. Kein Witz.

Das ist Denkpapieren des Bundesinnenministeriums zu entnehmen. Und autistische Kinder oder hochbetagte Senioren kann man doch sicher auch wie in Japan von Robotern bespaßen lassen. Die Duldungsstarre der coronierten deutschen Bevölkerung macht vieles möglich, was wir bis dato nicht einmal denken konnten.

Durchsetzen kann man das, wenn sich die Bevölkerung weiterhin so lethargisch verhält. Aber ist das auch nachhaltig zu betreiben?

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