Keine Angst, die Inseln der Zukunft sind bereits im Bau | KenFM.de

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01-01-21 11:10:00,

Von Dirk C. Fleck.

Wie jedes Mal zu Beginn eines neuen Jahres habe ich auch diesmal das Gefühl, als würde mir von unsichtbarer Hand der Mantel der Melancholie übergestreift. In diesen Momenten wird mir bewusst, was der Dichter Max Jacob wohl gemeint hat, als er sagte: „Ich weine vor Euch, weil ich weiß zu welchen Schlünden ihr wandert. Und wenn ihr vorbei gegangen seid werden meine Tränen nicht aufhören zu fließen.“

Ich wohne in Hamburg, da sind Orkanstärken, wie wir sie heute zu registrieren haben, nichts Ungewöhnliches. Die geschundenen Straßenbäume halten ihre Äste fest, Plastikfetzen kleben knatternd in den Hecken, eine Flasche trudelt über den Asphalt. Die Weide am Weiher pendelt die himmlischen Peitschenhiebe elastisch aus, während die Bogenlampen mit ihren Neongebissen klappern, als beklagten sie das Ende alles Statischen. Neu sind die weißblauen Stofffetzen, die aus den Rinnsteinen in die Luft gewirbelt werden. Besorgte Mitbürger hatten sie sich von den Gesichtern gerissen, um sie, dem Rat der Gesundheitsämter folgend, gegen neuere, frischere auszutauschen. MASKE AUF UND DURCH! heißt die Parole, die von den gegenüberliegenden Litfaßsäule prangt.

Im Moment ist niemand da draußen. Ich sehe eine Stadt voller unsichtbarer Helden. Wer zuhause bleibt ist ein Held, sagt die Bundesregierung. Und wer den Nachbarn denunziert ist was? Ein Superheld! Ist doch klar. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann das faschistische Potenzial in unserer Gesellschaft wieder so angeschwollen sein wird, dass wir nicht mehr werden atmen können. Auch ohne Maske nicht. Für diejenigen, die den Homo sapiens aufgrund einiger Zeugnisse aus dem Bereich der Kunst gerne anders als eine Ansammlung dummer, willfähriger Geschöpfe gesehen hätten, wird es Zeit, sich der Wahrheit zu stellen.

Aber Halt! ES GIBT HOFFNUNG! Hier ist eine Geschichte, die uns hoffentlich zuversichtlich ins neue Jahr gehen lässt. Der philippinische Soziologe, Umweltaktivist und Träger des Alternativen Nobelpreises, Nicanor Perlas (70) hat in den neunziger Jahren auf die Frage, wie er die Zukunft der Menschheit einschätzt, gesagt: „Für dieses Jahrhundert bin ich pessimistisch gestimmt, für das kommende jedoch sehr optimistisch.“

Das kommende Jahrhundert, von dem der Mann gesprochen hat, ist jetzt! Seinen Optimismus verdankt er einer biologischen Transformation aus dem Tierreich,

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