Alle reden vom Great Reset. Wir nicht.

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05-01-21 04:58:00,

Unter dieser Überschrift wollte ich schon im November einen Artikel schreiben, habe das Blatt mit den Notizen dann aber liegen lassen, weil ich nicht Personen kritisieren wollte, die eigentlich am gleichen Strang der kritischen Analyse des Geschehens ziehen. Das Thema liegen zu lassen, war aber nicht gut, denn es wird immer modischer, auf dem Knochen herumzukauen, den der Erfinder des WEF von Davos, Schwab, in die Manege geworfen hat. Nun erschien heute bei Seniora.org ein Beitrag von Diana Johnstone, der genau in die richtige Richtung zielt. Sehr lesenswert, hier die Headline und der Link und danach einige eigene Beobachtungen. Albrecht Müller.

Der grosse Vorwand … für eine Anti-Utopie
Für alle, die sich den Kopf nicht durch einen angeblich coronabedingten «grossen Umbruch» à la WEF verdrehen lassen wollen
von Diana Johnstone
05. Januar 2021
seniora.org/wunsch-nach-frieden/demokratie/der-grosse-vorwand-fuer-eine-anti-utopie

Einige stichwortartige Anmerkungen und Fragen zum Great Reset:

  1. Es ist richtig und besorgniserregend, dass einige Superreiche und einflussreiche Personen immer wieder und teilweise erfolgreich versuchen, die Personalpolitik und die Sachpolitik hinter dem Rücken der Völker zu machen. Das gilt hierzulande, es gilt in der EU, es gilt in den USA und anderswo. Das Große Geld bestimmt über weite Strecken wichtige politische Entscheidungen.
  2. Aber dass Covid 19 dafür verantwortlich sei und jetzt gar von einem Neustart gesprochen werden muss oder kann – je nach Perspektive – ist nicht richtig.
  3. „Great Reset“ ist zuallererst eine PR-Masche. Das ist durch die Autoren des einschlägigen Buches in die Welt gesetzt worden, um sich interessant zu machen, um interessant zu wirken. Und viele haben auf dem Knochen inzwischen schon herumgekaut.
  4. Leider fallen sehr viele, auch konträr dazu eingestellte Menschen, auf diesen PR-Trick herein.
  5. Schon vorher eingeleitete, aus unserer Sicht negative Entwicklungen, wie etwa die weitgehende Privatisierung bisher öffentlicher Leistungen und sozialer Einrichtungen, werden jetzt tendenziell verstärkt und beschleunigt. Aber das muss nicht sein. Es könnte angesichts des vom Virus beförderten Bewusstseins, dass der Staat und dass staatliche Einrichtungen und gesellschaftliche Regelungen wichtig sind, sogar umgedreht werden.
  6. Auch Digitalisierung gab und gibt es ja schon vor Corona. Jetzt wird das Virus dazu benutzt, um diesen Prozess zu beschleunigen. Diese Beobachtung ist richtig. Aber selbst das muss ja nicht unbedingt so sein.

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