Merkel wollte Ultra-Lockdown

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05-01-21 07:55:00,

Die Drei von der Presseunterrichtung: Bild Markus Söder: Mueller/MSC / CC-BY-SA-3.0; Bild Angela Merkel: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-4.0; Bild Michael Müller: Sandro Halank / CC-BY-SA-3.0

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben nicht nur eine Verlängerung, sondern eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen

Heute Nachmittag haben die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer vereinbart, den Corona-Lockdown bis zum 31. Januar zu verlängern. Auf der ihrer Konferenz folgenden “Presseunterrichtung” verkündete Merkel, dass sich künftig nur noch höchstens eine Person, die dort nicht wohnt, in einem Haushalt aufhalten darf. Darüber hinaus sollen sich Bürger in Landkreisen und kreisfreien Städten mit wöchentlich mehr als 200 positiv ausgefallenen Sars-CoV-2-Tests pro 100.000 Einwohner nur noch höchstens 15 Kilometer von ihren Wohnorten entfernen. Das soll ihren Worten nach die “Nachverfolgung der Infektionen wieder ermöglichen”.

Den Informationen des Portals Business Insider und der Tageszeitung Tagesspiegel nach hatte die deutsche Kanzlerin auf eine noch umfangreichere Verschärfung gedrängt, bei der der Bewegungsradius bereits ab hundert wöchentlichen Positivtests pro 100.00 Einwohner einschränkt werden sollte. Damit hätten sich dann drei Viertel der Bürger nicht mehr als 15 Kilometer von ihren Wohnorten entfernen dürfen.

Ihr möglicher Nachfolger Markus Söder warnte bei der Presseunterrichtung vor “falschen Hoffnungen” für den 1. Februar und stimmte auf weitere Maßnahmen “für die nächsten Monate” ein. Als Gegengewicht zu dieser erneuten Belastung wirbt Söders CSU damit, die Mehrwertsteuer für Speisen, die in Gaststätten serviert werden, von 19 auf sieben Prozent zu senken. Außer den Gastwirten würde das nur Personen zugutekommen, die es sich leisten können, auswärts zu Essen, während man unvermeidbare Ausgaben wie das Heizen auch für jene stark verteuert, die sich das nicht leisten können.

Schulen und Kindertagesstätten bleiben bis auf Ausnahmen geschlossen

Außerdem wurde in der Konferenz vereinbart, dass Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten bis auf Ausnahmen weiterhin geschlossen bleiben. Für den daraus folgenden Betreuungsaufwand sollen Eltern bei ihren Arbeitgebern zehn zusätzliche Urlaubstage geltend machen können. Kurz vorher war über eine Studie mit Blutproben von fast 16.000 Probanden im Alter zwischen 2 und 10 Jahren bekannt geworden, dass in dieser Altersgruppe sechs Mal mehr Kinder mit dem Sars-CoV-2-Virus in Kontakt gekommen waren als man vorher hochgerechnet hatte.

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