Die Kirchen – Feldprediger im Corona-Krieg des Staates

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07-01-21 10:50:00,

Wie schon beim existenziellen Thema der grenzenlosen Immigration stehen die Kirchen den verfassungsfeindlichen Staatspolitikern auch im totalitären Corona-Feldzug hilfreich zur Seite. Christen im Widerstand sind, wie gehabt, bekämpfte Ausnahme-Erscheinungen. Die Unterstützung ist total, bis in die psychologischen Techniken der Bewusstseinslenkung hinein.

Staatskirchen

In der 32. Sitzung des Corona Ausschusses vom 18.12.2020 über die Rolle der Kirchen in der Corona-Krise sagte der prominente protestantische Pfarrer i.R. Jürgen Fliege gleich zu Beginn unumwunden, dass die Kirchen, besonders in Deutschland, zwar nicht juristisch, aber tatsächlich Staatskirchen seien.
„Die evangelische Kirche war immer mit der SPD im Bett, und die katholische Kirche war immer mit der CDU im Bett, seit dem 2. Weltkrieg, seitdem die Amerikaner und die Russen den Krieg gewonnen haben, also die Amerikaner Einfluss genommen haben auf unsere Verfassung. Deswegen sind die Kirchen auf der einen Seite privilegiert, bis in die Gehaltszahlung der Bischöfe hinein. Und deswegen werden sie auch nicht den Regierungen groß widersprechen. Es gibt keine Anweisungen aus Berlin, soweit ich das wirklich auf den höchsten Etagen der Kirche miterlebt habe, aber es gibt Erwartung. Das heißt: ´Wir setzen einfach auf euch, und wir geben euch ja auch die Privilegien, die ihr habt, nicht nur die finanziellen´ – beispielsweise dass wir Gottesdienst halten können an jedem Bauzaun, an jedem Atomkraftwerk usw. usf. Das ist ein Privilegium.“

Die enge Verflechtung von Thron und Altar hat eine lange Tradition. Im Mittelalter waren die Bischöfe der katholischen Kirche teilweise zugleich weltliche Fürsten, die bei der Wahl des Kaisers mitwirkten. Und auch danach nahm die Papst-Kirche immer Einfluss auf das politische Geschehen und pflegte eine enge Zusammenarbeit mit dem Staat, da die Kirchen-Hierarchie mit ihrem autoritativen Herrschaftsanspruch über die Seelen ein tiefes Interesse daran hat, dass auch die politische Macht-Hierarchie über die Menschen erhalten bleibt, um das ihr gefährliche Freiheits-Virus des Individuums im Zaum zu halten. Das geflügelte Wort vom „König“ zum Bischof: „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm“, deutet auf eine tiefe Wahrheit.

Auch Luther holte seinerzeit gegen die übermächtige Macht der katholischen Kirche die weltlichen Fürsten zu Hilfe, um die junge, noch nicht allein lebensfähige Kirche in ein Stützkorsett politischer Gewalt zu stecken. Damit leitete er ungewollt eine verhängnisvolle Fehlentwicklung der evangelischen Kirchen ein. Bereits 1526 kam es dazu, dass die Landesfürsten zu Notbischöfen erklärt wurden.

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