Bundesregierung nutzt Lockdowns um heimlich tödliches Pestizid zuzulassen

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08-01-21 02:17:00,

Seit die Corona-Krise von der Bundesregierung ausgerufen worden ist, richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit von Medien und Bürgern fast nur noch auf dieses Thema. Was hinter verschlossenen Türen der Regierung noch so alles an Entscheidungen an der Aufmerksamkeit der Medien vorbei durchgewunken wird, erfahren wir aufgrund des vorherrschenden Themas kaum.

Der deutsch-amerikanische Autor und Publizist William Engdahl hat sich eines Themas angenommen, welches angesichts der Corona-Hysterie fast in Vergessenheit geraten, aber dennoch nicht weniger wichtig ist. Die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat unter den Bedingungen des Lockdowns heimlich eine Entscheidung getroffen, ohne offene Debatten eine verbotene Klasse von Insektiziden, bekannt als Neonicotinoide, wieder zuzulassen. Mit dieser Entscheidung folgte Klöckner einem ähnlichen Schritt der Macron-Regierung und damit bringt die Landwirtschaftsministerin die gesamte Ernährungssicherheit der Europäischen Union in ernste Gefahr.

Ironischerweise traf sie die Entscheidung zu einer Zeit, in der die Lebensmittelversorgung aufgrund der Corona-Krise ohnehin unter großem Druck steht, denn durch die Lockdowns und Sperrungen sind Teile der Lebensmittelketten unterbrochen worden. Klöckner hat am 15. Dezember eine „Notfall“-Zertifizierung für einen „begrenzten“ Einsatz der höchst umstrittenen, insektenvernichtenden Chemikalie, die als Neonicotinoide bekannt ist, genehmigt. Während die Anordnung Klöckners als „Notfall-Ausnahmezulassung“ getarnt ist, argumentieren Umweltorganisationen, dass die nur der Beginn einer heimlichen Wiederzulassung des Insektengifts ist, welches seit 2013 verboten ist.

Das Gift hat dazu geführt, dass ganze Bienenvölker zusammengebrochen und seit 2012 kurz vor dem Aussterben stehen. Mehrere Studien zeigten, dass sich die „Neonics“ in landwirtschaftlichen Bewässerungskanälen, natürlichen Gewässern und Böden, wo sie eingesetzt werden, verbreiten und verbleiben. Die Studien brachten das Insektengift mit einem dramatischen Anstieg des Sterbens von Bienenvölkern in der gesamten EU in Verbindung.

EFSA: Neonicotinoide inakzeptabel hohes Risiko

2013 erklärte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA, dass Neonics ein „inakzeptabel hohes Risiko“ für Bienen darstellen und die von der Industrie gesponserten Studien von Bayer, Syngenta und anderen Agrochemie-Konzernen, auf die sich die Regulierungsbehörden bei ihren Behauptungen über die Sicherheit des Insektizids beriefen, fehlerhaft waren. Das führte zum ersten EU-weiten Verbot dieser Chemikalie.

2018 veröffentlichte die EFSA auf Druck der Agrochemie-Industrie einen neuen Bericht, der die Gefährlichkeit von Neonics erneut hervorhob. Darin wurde festgestellt, dass Neonics nicht nur für Honigbienen eine große Gefahr darstellen, sondern auch für Wildbienen. Andere Studien zeigten auch, dass Neonics für das Aussterben von Singvögeln verantwortlich sind, da diese mit dem Insektizid vergiftete Insekten fressen und die Gifte somit ebenfalls aufnehmen.

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