Eine Frage der Haltung

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12-01-21 10:42:00,

Coronaviren sind seit Jahrzehnten nicht nur in der Humanmedizin, sondern gleichermaßen in der Veterinärmedizin gegenwärtig. Was kann man bei einem Blick auf die Veterinärmedizin lernen? Es geht hier nicht um Kritik. Es geht um einen sehr ernsthaften Beitrag und Anregungen, wie man diese Situation besser und für alle erträglicher kontrollieren könnte.

In der extensiven Tierhaltung spielen Erreger aus der Gruppe der Coronaviren eine untergeordnete Rolle. Problematisch ist das hingegen in der Massentierhaltung, da die Tiere durch nicht artgerechte Haltung und nicht artgerechte Fütterung vulnerabler sind.

Dies hat weniger mit der Enge und der Kontakthäufigkeit zu tun als mehr mit der Schwäche der Immunabwehr in der Massentierhaltung.

Ähnliches zeigt sich für den Mensch. Problematisch ist dieser Erreger derzeit vor allem in der stationären Pflege, wenn man die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) aus den Lageberichten heranzieht. Leider gibt es keine Erhebungen zu Fallzahlen in der ambulanten Pflege, doch es ist anzunehmen, dass dies gleichermaßen ein Hotspot ist.

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Genau betrachtet trifft hier das gleiche Problem zu wie in der Tierhaltung. Die Kommerzialisierung der Pflege hat dazu geführt, dass die Zustände mittlerweile menschenunwürdig sind (1): zu wenig Personal — und überwiegend Hilfskräfte — sowie eine wenig geeignete Ernährung; zu wenig Sonne und frische Luft; Vitamin-D-Mangel (2).

Die Tatsache, dass dieses Virus nicht zwangsläufig tödlich ist für ältere Menschen, zeigt der Fall der 113-jährigen Spanierin (3), die nur einen milden Verlauf hatte. Es ist allerdings anzunehmen, dass sich diese Dame eine angemessene Senioren-Residenz leisten kann und auf gute Ernährung geachtet hat …

Das Virus ist in die Bereiche der Betreuung älterer Menschen eingedrungen. Doch was kann man tun? Die derzeitigen Maßnahmen haben wenig bis keinen Nutzen. Mit Blick auf diese Frage einige Aspekte der Seuchenbekämpfung aus der Veterinärmedizin:

Bei der Betreuung von Tierbeständen und bei der Verhinderung der Ausbreitung von Zoonosen, das heißt von Infektionskrankheiten, die gleichermaßen bei Tieren und Menschen vorkommen und sowohl vom Tier auf den Menschen als auch vom Menschen auf Tiere übertragen werden können, sind einige wenige Eigenschaften von Viren besonders wichtig, um entscheiden zu können, welche Maßnahmen ergriffen werden können und müssen, um eine Ausbreitung einzudämmen.

  1. Der Vektor: Wer oder was kann den Erreger übertragen? Es gibt unbelebte Vektoren wie Aerosol, Tröpfchen, Staub, Trinkwasser, Nahrung — nur als Beispiele.

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