Poetischer Beistand

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12-01-21 02:55:00,

Aus Wanderers Sturmlied von Johann Wolfgang von Goethe:

„Den du nicht verlässest, Genius,
Wirst ihn heben übern Schlammpfad
Mit den Feuerflügeln.“

Was für ein „Schlammpfad“, der sich uns darbietet, in stürmischer und brodelnder Zeit — und so sehr manche auch die Uhrzeiger festbinden möchten, die Zeit ruhigstellen, sie regelrecht anhalten für ihren uns übergestülpten Gesundheits-Lockdown. Ja, das ist auch ein versuchtes Herunterfahren des Gesundheitspegels — wenn nicht aktiv und souverän gegengesteuert wird durch den Einzelnen. Es sind doch auch gute Geister da, die uns nicht verlassen und zur Seite stehen und uns kommender Zeit auf je verschiedene Weise versichern. Goethe gehört dazu. Wir können seine Hilfe und Anregungen für Erkenntnisbemühung wie Lebensgestaltung gut gebrauchen.

Die Anstrengungen und Herausforderungen für das Seelische und die Persönlichkeit, das Menschliche, sind enorm — wir wissen im Grunde, dass es in diesen Tagen, Wochen, Monaten, Jahren darauf ankommt.

Worauf? — Darauf, dass wir trotz allem einen Weg finden im Getümmel von politischer, medialer, sozialer und ganz persönlicher Auseinandersetzung, dass wir die richtigen Fragen stellen, die uns zur Wurzel führen der Probleme der Menschheit, der Gesellschaft und auch der Aufgaben, die wir selbst sind.

Es kommt offenbar jetzt darauf an, Erkenntnis, Entscheidung und konkrete Handlung in wirksamen, widerständig-erneuernden Einklang zu bringen in einer Situation von unverhohlener, smarter Bedrohung durch Wissenschaftsideologie, Pseudopolitik und knallharte, durchregierte Interessensvertretung von Oligarchens und Datagurus Gnaden.

Mag ein ohnehin nur noch restlegitimiertes Parlament auch am 18. November 2020 den nächsten Schritt zur Selbstlahmlegung vollzogen haben, mögen die Impfmittel, als Kampfmittel gegen sich selbst heilendes Menschsein, schon bereitstehen, mögen noch so perfide Dinge den gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Raum in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten, womöglich Jahren unser Leben strukturieren — das alles enthebt uns und niemanden vom Wirken für einen Durchbruch zu einem neuen, höheren Niveau menschheitlichen Daseins.

Das wissen oder ahnen zunehmend mehr Menschen. Und die, die sich zurücklehnen und das jetzige Prozedere für angemessen halten, für alternativlos, werden eines Tages in den Abgrund ihrer fehlgeleiteten seelischen Energie schauen müssen.

Der Berliner Philosoph Jochen Kirchhoff hat im September 2020 auf seinem YouTube-Kanal ein eindrucksvolles Gesprächsvideo mit dem Titel „Goethe als Philosoph“ (1) veröffentlicht. Es ist bestimmt von der Frage, was uns jetzt und überhaupt an Goethes praktischer,

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