Pressereiheit in den USA: Voice of America bestraft Journalistin für kritische Frage an Pompeo | Anti-Spiegel

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13-01-21 11:03:00,

In den USA hat ein besonders eindrückliches Beispiel gezeigt, wie (schlecht) es im Westen um die Pressefreiheit bestellt ist. Eine Journalistin des US-Staatssenders Voice of America wurde von ihrem Arbeitgeber für eine „kritische“ Frage an Außenminister Pompeo bestraft.

Voice of America ist Teil der U.S. Agency for Global Media (USAGM), also der staatlichen Medien der USA. Finanziert wird Voice of America vom Kongress. Laut Eigenwerbung wird bei Voice of America „dem Publikum die Wahrheit“ erzählt und natürlich steht Voice of America demnach für kritischen Journalismus.

Nun aber berichtet die Washington Post über einen aktuellen Vorfall, der aufzeigt, wie Voice of America wirklich arbeitet: Kritische Fragen an Mitglieder der US-Regierung sind nicht gewollt und werden bestraft.

Robert Reilly, der Chef des Senders, hat die Mitarbeiterin Patsy Widakuswara, die für Voice of America im Journalisten-Pool des Weißen Hauses war, strafversetzt. Auf Presseanfragen zu der Personalie hat Voice of America nicht reagiert, obwohl die Vereinigung des Journalisten-Pools des Weißen Hauses scharf protestiert hat. Laut den Journalisten ist der Schritt gegen die in der Verfassung der USA verankerte Pressefreiheit gerichtet.

Nachdem Widakuswara am Montag versucht hat, Pompeo ihre Frage zu stellen, war sie schon am Dienstag nicht mehr dabei, als der Journalisten-Pool zusammen mit US-Präsident Trump nach Texas geflogen ist, wo Trump „seine“ Mauer noch einmal inspiziert hat. Die Entscheidung des Direktors von Voice of America „schadet den Interessen aller Amerikaner,“ die auf Journalisten angewiesen sind, um Informationen über die Schritte ihrer Regierung zu erhalten, und unterstützt in gewissem Maße „Bemühungen, die Pressefreiheit in der Welt einzuschränken“, so der Verband des Journalisten-Pools.

Besonders skandalös ist der Fall, weil es sich dabei um den staatlichen Auslandssender der USA handelt, der gleichzeitig für sich in Anspruch nimmt, weltweit für Pressefreiheit und freie und kritische Berichterstattung einzustehen. Dass das in Wahrheit Unsinn ist und dass Voice of America ein reines Propaganda-Instrument für transatlantische Interessen ist, ist nichts Neues. Neu ist jedoch, dass ausgerechnet diese Kämpfer für Pressefreiheit das nun so offen demonstrieren und ihre Journalisten sofort versetzen, wenn sie Vertretern der eigenen Regierung eine „kritische“ Frage stellen.

Sie fragen sich, was die Dame Pompeo gefragt hat, um so eine Reaktion auszulösen?

Ganz einfach: Sie hat den US-Außenminister gefragt, wie er den Ruf der USA in der Welt wieder herstellen will und dann hat sie auch noch gefragt,

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