2:0 gegen Drosten – neues Kapitel im Retraction Prozess – 2020 NEWS

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14-01-21 01:25:00,

Während die Welt weiterhin auf das Ergebnis der neuerlichen Begutachtung der Corman-Drosten-PCR-Test-Studie durch das Journal Eurosurveillance wartet, haben die 22 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am 27. November 2020 den Rückzugsantrag wegen massiver Fehler und Interessenkonflikte eingereicht hatten, nachgelegt:

In einem Addendum zum Rückzugsantrag zeigen sie, dass auch unabhängige Forschungsgruppen (einige davon sogar mit Corman und/oder Drosten als Autor) wichtige Bedenken gegenüber dem ursprünglichen Manuskript und dem von der WHO verbreiteten PCR-Protokoll von Corman et al. vorgetragen haben.

17 von 20 der untersuchten Publikationen, die die Leistungsfähigkeit des PCR-Protokolls von Corman et al. in der Laboranwendung zum Inhalt hatten, thematisierten Probleme mit fehlerhaftem Primerdesign (Mismatches, Dimerbildung, Schmelztemperatur) im SARS-CoV-2 spezifischen “Bestätigungstest” namens RdRp-PCR für “RNA-abhängige RNA-Polymerase” oder dem E-Gen-Assay.

Zu den in den Publikationen aufgezeigten Problemen gehören:
● Dokumentierte Primer-Dimere und False Positives in Nicht-Template-Kontrollen (NTCs)
● Dokumentierte schlechte Sensitivität und False Negatives im Vergleich zu anderen Assays
● Keine interne Kontrolle zur Normalisierung der Variabilität bei der Probenvorbereitung und deren Auswirkung auf die Abschätzung der Viruslast
● Kein definiertes Ct, um Proben als “positive Fälle” zu bezeichnen
● Schlecht dokumentierte Positivkontrollen und Sequenzen, die in der Studie verwendet wurden

Insbesondere die Kritik hinsichtlich der fehlenden Kontrollen wiegt schwer: Die Wissenschaftler zitieren mehrere Studien, die die Wichtigkeit interner Kontrollen bei der Beurteilung der Viruslast unterstreichen und zugleich das Fehlen solcher interner Kontrollen in der qPCR-Methode von Corman et al. kritisieren. Die internen Kontrollen sind erforderlich, um die Varianz der Abstrichproben zu normalisieren und sie sind entscheidend für die Interpretation der Viruslast. Im Corman PCR-Protokoll sind sie nicht vorhanden.

Mehrere Wissenschaftler zeigten sich zudem irritiert hinsichtlich der von Corman et al. bereitgestellten Informationen in der Datenbank des National Center for Biotechnology Information (NBCI), in der weltweit Test-Sequenzen erfasst werden. In den zur Verfügung gestellten Sequenzen fehlen zwei der Zielgen-Sequenzen des Corman/Drosten-Papers. Die einzigen Sequenzen, auf die im Manuskript verwiesen wird, sind aufgelistet (KC633203, KC633204, KC633201, GU190221, GU190222, GU190223) und keine dieser Sequenzen stimmt mit denen in der Studie angegeben N- und E-Gen-Primern überein. Dies stellt nicht nur ihre Validierung in Frage, sondern verhindert auch, dass andere Forscher die in Corman et al. vorgestellte Arbeit reproduzieren können.

Angesichts dieser nach Einschätzung der 22 Wissenschafterinnen und Wissenschaftlern doch sehr deutlichen Ungereimten ist es um so erstaunlicher,

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